Montag, 9. Februar 2026

Montagmorgengrauen

Seit ich aus dem Urlaub zurück bin, bin ich ein bißchen aus der Spur gekommen. Zu wenig konsequent weiter ausgemistet, zu viele helle Brötchen, zu viel rumgegammelt, zu viel geweint und mir die Schuld für zu vieles gegeben. Ab heute wieder Fokus auf den Meilenstein, den will und werde ich bis Frühlingsanfang sicher passiert haben! Der Vergleich zu letzter Woche, da hat sich so gar nichts getan, außer 600gr weniger:

Dafür dann aber heute ein anderer Meilenstein: ZWEI Kilometer Spaziergang geschafft UND es fehlt nicht mehr viel zur ganzen Runde - noch gehe ich ja hin und den gleichen Weg wieder zurück. Leider hat sich der Hochbegabte unterwegs mit echt fiesen Kletten angelegt, da half auch kein Rauszupfen mehr, die musste ich zuhause rausschneiden, was er aber zu meiner Überraschung gut mitgemacht hat, auch wenn er jetzt ein bißchen mottenzerfressen ausschaut.

Auch wenn es anstrengend ist, es tut gut, das überhaupt zu schaffen. Und zu merken, da ginge auch noch ein bißchen mehr ohne dass danach Schonzeit nötig wäre. Trotzdem wäre es leichter/weniger schmerzhaft fürs Knie, wenn da nochmal 10 Kilo weniger draufdrücken würden. Ich habe ab morgen Abend eine Auszeit, da werde ich es nochmal mit dem Massagerollern angehen. Und abends wieder die Eiweißmahlzeit zu mir nehmen statt zu etwas Warmes zu kochen. Ist ja jetzt mal nicht so, dass ich einer harten körperlichen Arbeit nachgehen würde. Ob ich bis zum Frühlingsanfang doch noch mal über weiter als den Meilenstein nachdenken sollte? Eigentlich ist mir gerade "Fitness" wichtiger als Zahlen.

Es kommt mir komisch vor, morgens nicht um sieben mit dem Brotjob zu starten. Bei mir geht es immer erst mittags los. Irgendwie geistert trotzdem die Thekenschlampe wieder verstärkt in meinem Hinterstübchen herum.Ich

Ich vermisse es sehr, einen Lieblingsmenschen zu haben.


Sonntag, 8. Februar 2026

Hunde im Nebel

Um Viertel vor vier war ich wach und konnte nicht mehr einschlafen, Hurrikan der Gedanken im Kopf, Zukunftsängste vor allem, aber auch jede Menge Hoffnungen und Pläne. 

Eine Überlegung von gestern Nacht habe ich heute schon mal in die Tat umgesetzt: ab jetzt ist jeder erste Freitag im Monat Pommesschwesternabend, und falls der erste Freitag nicht passt, wird auf den nachfolgenden Freitag verschoben. Auf der Heimfahrt nach dem Pubbesuch haben wir zudem einen Grillabend (bei Christian?) und einen gemeinsamen Abend mit der Pizzarette (bei mir?) beschlossen. Ich wünsche mir sehr, dass es nicht nur bei den Überlegungen bleibt und werde meinen Teil dafür tun, dass wir das auch wirklich machen.

Ich habe viele Spiele, sogar sehr viele, selbst jetzt, wo zumindest die Puzzles schon mal auf dem Speicher gelagert sind. Ich überlege, ob ich die Spiele im Regal im Gästezimmer unterbringe, die DVDs in der Fernsehhöhle und die Kochzeitschriften in der Diele. Alternativ könnte ich versuchen, die Spiele ebenfalls in der Diele unterzubringen, dann wäre es auch unproblematisch, wenn es mehr werden und an Spielabenden hätte man einen besseren Überblick. Dazu würde sich das Regal rechts neben dem Heizungskeller gut eignen. Allerdings müsste ich weiter Bücher aussortieren, was ich allerdings ja eh vorhabe. Und die Puzzles könnten hochkant oben aufs oberste Regalboard. Und dann habe ich endlich mit der Freundewand angefangen. Jetzt muss ich nur noch die Fotos ausdrucken, weiße Rahmen habe ich noch einige vorrätig.



Die Hunderunde ist heute im Nebel versunken. Eigenlich wollte ich am Golfplatz gehen, aber dort habe ich tatsächlich keinen Parkplatz mehr bekommen, also rüber auf den Petersberg, wo man die Hand nicht vor den Augen sehen konnte. Der Hochbegabte hatte trotzdem seinen Spaß und wollte gar nicht mehr heim. Unterwegs haben wir noch einen unfreundlichen anderen Rüden getroffen und ich bin immer wieder begeistert, wie souverän Bosse reagiert, wenn er angemacht wird. Das prallt komplett an ihm ab und er geht seiner Wege, was mich sehr beruhigt, denn so kann ich ihn unbesorgt unangeleint laufen lassen. 


Den Nachmittag habe ich dann für ein bißchen Gartenarbeit und Hausarbeit genutzt. Mir fehlt die innere Ruhe, weil ich ständig mit schlechtem Gewissen im Hinterkopf runterrattere, was noch alles zu tun ist und deswegen immer wieder irgendetwas erledige, aber nie das Ganze schaffe, um mal einen Haken an eine komplett erledigte Aufgabe machen zu können. Für morgen nehme ich mir noch mal entweder mein Schlafzimmer oder das Gästezimmer vor, die sind am schnellsten komplett fertig zu bekommen, damit danach nur noch Beihalten ansteht.

Erkenntnis des Tages: nur wenn man anfängt, kann man auch fertig werden. Das Anfangen habe ich leider viel zu lange vor mir hergeschoben.

Samstag, 7. Februar 2026

Sehr ruhiger Samstag

Ich weiß nicht warum, aber ich habe das Gefühl, dass es ein tolles Jahr wird. Ich kann endlich, endlich wieder etwas mehr machen und das weckt in mir den Wunsch nach so viel mehr. Ich will raus, was erleben, die Dinge machen, die ich mich nie getraut habe. Es ist total verrückt, aber nach dem Abend gestern habe ich das Gefühl, fast alles schaffen zu können. Und noch verrückter: ich kann mir vorstellen, in der Gastro zu arbeiten, wenn ich noch ein paar Kilos habe verschwinden lassen. 

Claudi hat letztens erzählt, dass ein Kollege von ihr einiges abgenommen hat und dafür viele Komplimente bekommt. Bei ihr, die ebenfalls viele Kilos abgespeckt hat, wird das noch nicht mal kommentiert, geschweige denn, dass sie Komplimente dafür bekommt. Es hat mich traurig gemacht, weil man das bei ihr eigentlich so deutlich sieht. Ich habe gestern Abend gegenüber der Pommesschwester erwähnt, dass es mir schon reichen würde, wenn ich einfach nicht mehr so auffallen würde. Und da meinte sie nur "tust du schon gar nicht mehr". Ganz so weit ist es zwar noch nicht, aber es ist tatsächlich viel weniger geworden. Und es kommen auch weniger fiese Beleidigungen. Das macht es mir leichter, rauszugehen UND auf fremde Menschen zuzugehen. Im Pub, in dem wir gestern waren, ist sehr gemischtes Publikum, von acht bis achtzig und man hat nie das Gefühl, dass da irgendjemand nicht akzeptiert wird. So wünsche ich mir meine Zukunft.

Gleich geht es raus in den Garten, weiter Schilf schneiden und ähnliches. Heute spürt man den Frühling schon richtig, das tut so gut und ich bin gleich viel motivierter. Die Hunderunde haben wir heute am Umsetzer gedreht - bei diesem Wetter einfach nur schön, auch wenn ich noch etwas übrig von gestern war:


Jetzt kommt noch ein Thema, dass ich nicht zum ersten mal anschneide. Ich wäre so gern hübsch, bzw. attraktiv, also im Sinne von positiv interessant. Und halt eben auch das Bunny. Und ich bin so verloren, was das Thema angeht. Ich weiß einfach nicht weiter, wie ich das angehen soll. 



Freitag, mit Ausgehen

Diese Woche hatte ich ja den Esstisch in der Küche umgestellt und ich bin mir immer noch unsicher, ob ich es so lasse. Ich komme besser ans Fenster, die Heizung kann besser abstrahlen und der Raum wirkt größer. Aber es ist wie mit allem: ich tue mich einfach schwer mit Veränderungen. Was aber definitiv ausgetauscht wird sind die Bänke. Die sind nicht bequem wenn man lange darauf sitzt und so wirklich ganz sind sie ja auch nicht mehr.

Ich habe keine Ahnung, warum ich zur Zeit so weinerlich bin. Einfach nervig. Naja, eine Ahnung habe ich schon, aber daran kann ich derzeit nichts ändern. Ich bin einerseits einsam, trotz der vielen Menschen um mich herum, die alles dafür tun, damit ich mich nicht alleine fühle und mein Selbstbewusstsein stärken, andererseits mag ich momentan kaum Kontakt haben. Ich weiß einfach nicht, wie ich da rauskommen kann. Das Weggehen mit der Pommesschwester heute Abend wird also eine Herausforderung, obwohl ich mich darauf freue. Und ich habe keine Ahnung, was ich anziehen soll, vor allem die Schuhfrage, denn die neuen Sneaker sind im Schuhschrank hinterm Trockner verstaut. Und anzuziehen habe ich natürlich auch nichts. Mal sehen, ob ich mich nicht zumindest etwas aufrüsche und nicht im Hoodie verstecke. Wer weiß, wer alles dort ist heute Abend...

Und damit mein Knie heute Abend mitspielt, nur eine kleinere Hunderunde heute (am Hornissennest), morgen wird es dann wieder eine größere Runde. Der Wocheneinkauf ist schon erledigt, ich muss also dafür keine Energie einplanen. Schlimm genug, dass ich mir das so einteilen muss, aber es ist ja definitiv schon besser geworden als noch vor ein paar Monaten.



Meine Bedenken waren umsonst, wir hatten einen wunderbaren Abend im Pub, sogar mit Überraschungsgast Christian. Es gab Flammkuchen mit Salat, Nachos und eine heiße Schokolade zum Abschluss. Ich habe mich nicht im Hoodie versteckt, sondern ein weißes Top und eine lange dunkelgraue Strickjacke zu Jeans und Chucks getragen und mich damit richtig wohlgefühlt. Haare wie immer zum Ausgehen offen. Und ich hatte an keinem Punkt das Gefühl, angestarrt zu werden, auch nicht vom "jüngeren" Publikum. Da würde sogar ich gerne kellnern, einfach auch, weil die Atmosphäre da so locker ist.





Donnerstag, 5. Februar 2026

WMDEDGT 2/2026

Frau Brüllen fragt, was man so den ganzen Tag macht und ich mache heute wieder mal mit, auch wenn es für andere eher langweilig zu lesen sein dürfte. Mal schauen, ob ich mich traue, es zu verlinken.

Wie immer gegen sechs Uhr, die Menagerie kündigt den sofortigen Hungertod an, sollte ich nicht sofort für Nahrungsnachschub sorgen. Also pelle ich mich aus dem gemütlich warmen Bett, fülle die Näpfe, lüfte den Hochbegabten noch schnell im Garten aus und verschwinde, solange er draußen die Nachbarn mit fröhlichem Gebell weckt, kurz ins Bad. Und weil es sich zu früh zum Aufstehen anfühlt, lege ich mich nochmal für ein Stündchen ins Bett.

Ein kurzes Schwätzchen mit der Nachbarin und etwas Aufräumen später mache ich mich und den Hochbegabten für die Spazierrunde fertig. Wir gehen am Golfplatz, es ist mit 2.5°C noch ziemlich frisch, was ihn zu Höchstform auflaufen lässt.


Ich versuche, Schritt zu halten und verpasse mein Kilometerziel um 50m.



Na vielleicht morgen. Noch kurz Salat, O-Saft und zwei Brötchen einkaufen, dann geht es heim und ich frühstücke endlich. Immer noch durchgefroren wickele ich mich in eine warme Decke, erledige die Vorbereitung der Nachmittagstermine und beantworte noch Mails bzw. Nachrichten. 

Und weil ich ja leider keine Schlaubiene bin UND die Biotonne heute geleert wurde UND es trocken war, habe ich eine Runde Mauer von Efeu freischneiden erledigt. Nicht geplant war das längere Schwätzchen mit dem Nachbarn. Wenn man nicht passend zum Rumstehen angezogen ist, wird es halt doch fix wieder kühl. Und weil es jetzt auch egal ist, schneide ich auch noch eine Ladung Schilf klein. Das lasse ich ja immer zu einem Teil für die Insekten, speziell die Libellen, stehen, aber der Rest kann jetzt schon mal ab in die Tonne.

Die Nachmittagstermine verlaufen problemlos, gleich danach geht es weiter mit Abendbrot für Hund und Kater, im Anschluss koche ich für mich. Es gibt Rosenkohl, dazu Goudataler. Ein Vorsatz ist ja, so wenig Lebensmittel wie möglich wegwerfen zu müssen, weil ich sie nicht rechtzeitig gegessen habe, deswegen die etwas wilde Kombination.

Den Abend beschließe ich mit einer heißen Dusche für die müden Muskeln und einem frühen Einkuscheln auf dem Sofa und meinem aktuellen Buch: Vollendet - Die Rache.


Mittwoch, 4. Februar 2026

Kein Wochenend', aber Sonnenschein!

Heute Nacht habe ich von Uschi geträumt. Neben ihr waren zwei Parkplätze frei, aber ich habe mich nicht getraut, direkt neben ihr einzuparken. Und dann war es noch irgendetwas mit Schubkarren. Ganz kurios.

Die Hunderunde haben wir heute mal wieder in Wipperfeld gedreht, weil ich danach noch in Wipperfürth einkaufen wollte. Ich habe mich am Anfang so gequält, dass ich fast umgedreht wäre - die Winterjacke zu schwer und zu warm, das Knie zickt und der Kreislauf eher ein Ovallauf. Aber ich habe durchgehalten und irgendwann "lief" es dann wie von selbst (scnr). Ich wäre sogar fast noch das letzte steile Stück raufgeschnauft, aber das habe ich mir dann für eins der nächsten Male aufgehoben.

Hunderrunden in: Duhr, Petersberg, Tierheim, Kotzberg, Wipperfeld, Campingplatz, Golfplatz, Enkeln, Friedhofrunde

Eine weitere Lösung habe ich dann auch noch gefunden: zum Üben werde ich die Liegestütze erstmal auf der dritten oder vierten Treppenstufe beginnen, also von da aus die Muskeln aufbauen und mich stufenweise nach unten arbeiten. Ich habe absolut nur Pudding in den Armen, also muss ich einen soften Einstieg finden. Aber ich habe weiterhin den Ehrgeiz, die Wette zu gewinnen. Und ich muss meinen Wetteinsatz festlegen, das habe ich bisher noch gar nicht erledigt. Aber mir will auch nichts einfallen, was zumindest zwacken würde wenn ich verliere.

Normalerweise lese ich während ich esse. Irgendeine Gesellschaft halt. Aber dabei passe ich weder auf, wann ich satt bin, noch esse ich bewusst oder kaue langsam. Ich mag das Lesen nicht drangeben, aber mir fällt auch nicht wirklich eine Alternative ein. Vielleicht muss ich es erstmal aushalten, allein zu essen, bis es zur Gewohnheit geworden ist, auch wenn mich der Gedanke nicht gerade glücklich stimmt. Heute habe ich den Küchentisch gedreht, so kann ich zumindest rausschauen. Was aber auch bedeutet, dass das Schilf kleingehalten werden muss, weil ich sonst nur Grün sehe. Ich bin mir aber auch noch nicht so wirklich sicher, ob ich den Tisch nicht wieder an seine alte Position zurückstelle. 

Heute war insgesamt ein guter Tag - ich habe das Geld vom verlorenen Paket zurückbekommen, knallblauer Himmel und Sonnenschein und ich habe ein paar gute Ideen gehabt, wie ich mir die Zukunft leichter gestalten kann.


Dienstag, 3. Februar 2026

Dienst-Tag

Neuer Tag, neues Glück. Ich war ausnahmsweise nochmal auf der Waage, die Urlaubspfunde haben sich wieder verabschiedet. Jetzt sind es weniger als drei Kilo minus bis zum nächsten großen Meilenstein, den ich so bald wie möglich erreichen möchte. Wegen Wetter war der Spaziergang heute nicht ganz so lang, aber dafür werde ich dann mehr putzen. Bosse hat mit Maja getobt, das hat ihm gut getan und ich merke, dass er wieder agiler wird. Trotzdem: warum geht Abnehmen nicht so schnell wie Zunehmen? Ich habe so viel, was ich gern unternehmen würde, aber das macht mein Knie einfach (noch) nicht mit. Trotzdem ist es wichtig, diese Wünsche zu spüren, denn das hält mich bei der Stange. Ich habe durch die Kuchenesserei im Urlaub gesehen, wie schnell ich wieder in alte Fahrwasser gerate und das will ich definitiv vermeiden. Quartal 1/2026 ist der Umstellung auf gesunde Ernährung gewidmet und das läuft bislang semi bis gut.



Heute musste ich dringend nochmal Hosen durchprobieren, nur eine passende Jeans ist zu wenig, obwohl die auch nur noch dank des Gürtels oben bleibt. Allerdings habe ich keine Lust, mir noch neue Hosen zu kaufen, wenn noch welche im Vorrat sind, die nur wenig zu eng sind. Andererseits bräuchte ich wirklich eine schwarze Hose. Und nach dem Anprobieren sind zumindest ein paar Jeans, die tragbar sind plus eine olivfarbene Hose in der Auswahl. Das muss dann erstmal reichen.  

Das fehlgeleitete Paket wird wohl verschollen bleiben. Mal sehen, wie sich das finanziell ausgeht, es war genug Geld (etwa 30€), um mich doch etwas zu ärgern.

Gestern habe ich eine weitere Fraßecke beseitigt, die vor der Küchentür. Das war nicht schön, was da alles zum Vorschein kam. Einerseits schäme ich mich über mich selber, andererseits bin ich sehr froh, das alles endlich angegangen zu haben, auch wenn immer noch viel zu tun ist. Aber das ist alles nicht mehr katastrophal, sondern definitiv zu schaffen.

Dafür habe ich es mit einem Termin heute vermasselt. Ich wusste den lang genug, trotzdem reicht es jetzt nur noch für Schadensbegrenzung was das Aufräumen angeht. Nun denn, auch ich bin ziemlich gut in alten Mustern, auch wenn sie nicht mehr ganz so bestimmend sind, wie sie einmal waren. Eine Runde staubsaugen und über die Ablage wischen muss reichen, für mehr langt die Zeit dann definitiv nicht mehr. Ich ärgere mich insofern über mich, als dass ich - wieder mal - die Prioritäten falsch gesetzt habe. Ich habe zwar nicht nichtstuend rumgesessen, aber ich habe an den falschen Ecken gewurschtelt. Aber hey, bald gibt es einfach keine falschen Ecken mehr, das ist doch ein sehr positiver Ausblick!

Ich weiß nicht, warum mich der Gedanke, ab jetzt alleine zu bleiben, so belastet, das war doch bisher auch kein Thema. Zumal es auch nicht stimmt, wenn ich es darauf anlegen würde, wäre bestimmt bald wieder jemand in meinem Leben. Aber was schon stimmt, ich bin zu weniger Kompromissen bereit und ich würde mich weniger zurücknehmen, wenn ich doch nochmal eine Beziehung eingehe. Und ich kann nicht mit jemandem glücklich sein, wenn ich es nicht mit mir bin, also muss das zwingend der erste Schritt sein.



Montag, 2. Februar 2026

Monday, Monday

Ich weiß nicht ob es so arg gescheit ist, den Wiegetag auf Montag zu legen. Obwohl, dann hat man es entweder hinter sich, oder man hat sich damit gleich mal den Start in die neue Woche verdorben. Wie auch immer, hier sind die Fakten: plus 700 gr im Urlaub, das ist sehr erträglich.


Ab jetzt dann wirklich wieder Alltag, übers Wochenende hab ich mir noch Schonfrist gegönnt. Heute erstmal ein längerer Spaziergang oben am Golfplatz, und dann steht heute die Küche auf dem Plan: Kühlschrank fertig, da fehlen noch zwei Ablagen, und die Arbeitsfläche. Außerdem den Tisch zum Wäschefalten freiräumen. Das ist zu schaffen.


Ich habe mich entschieden, mein Hirn zu fordern und eine neue Sprache zu lernen. Die Wahl ist auf Niederländisch gefallen, das kann ich noch am ehesten brauchen. Obwohl es mich auch reizen würde, mein Schwedisch wieder zu aktivieren. Vielleicht schwenke ich von der Ostsee an die Nordsee um, fahrtechnisch wäre das auf jeden Fall sinnvoller. Noch sinnvoller wäre es allerdings, Französisch zu lernen und endlich den Mut aufzubringen, mich in Gouville heimisch zu fühlen obwohl ich immer noch die Idee mag, das Haus zu vermieten und mir Captains Corner fertigzumachen. Aber das ist alles noch sehr Zukunftsmusik, erstmal muss Kürten fertig werden, wenn man denn von Fertigwerden sprechen kann bei einem Haus mit Garten, denn da gibt es ja eigentlich immer etwas zu tun. Und mit begrenztem Budget und in Eigenleistung soweit möglich zieht sich alles noch länger.

Außerdem wird mir immer klarer, dass ich gerade nicht am richtigen Platz im Leben bin um eine neue Beziehung einzugehen. Zumindest werde ich nicht aktiv etwas dafür tun. Sollte ich zufällig jemanden kennenlernen, dann ist das Schicksal, und ich werde dem nicht davonrennen, aber grundsätzlich bleiben die fünf Ziele Priorität und ich werde mich nicht von ihnen ablenken !assen.

Sonntag, 1. Februar 2026

I should have known better,

aber ich habe ihm vertraut, zumindest am Anfang, wenn auch nie völlig, dafür kannte ich ihn und seine vertrauten Muster zu gut. Aber das hat mich eben auch am Ende gerettet, dass ich relativ unbeschadet aus allem herausgehe. Trotzdem: Fehler, sogar ein ziemlich großer. Und damit ist das Thema auch vorerst für mich abgehakt, ich mag da einfach keine negative Energie mehr reinstecken, das bringt mich nicht voran. 

Ich habe sie oft genug, vielleicht sogar zu oft erwähnt, die großen Ziele bleiben die gleichen:

  1. Chaos beseitigen
  2. Abnehmen und fit werden
  3. Gesundheit
  4. Finanzen stabilisieren
  5. Ankerplatz
Der Lieblingsmensch ist dabei nur die Kirsche auf der Sahne.

Die letzten Tage habe ich ungesünder gegessen und ich spüre es sofort, in meiner rechten Hand tun die Knochen wieder weh und sie fühlt sich an wie ein Ballon. Zu viele Fertigprodukte würde ich mal sagen. Nun denn, dann wieder Selbstgekochtes.  Ab jetzt versuche ich, so etwas wie einen Kochsonntag einzuführen, wo ich neue Gerichte, gern auch aufwendigere, kochen werde. Aber das braucht definitiv noch einen anderen Namen. Kein Grasen mehr, nur drei Mahlzeiten pro Tag, eine davon eine Eiweißmahlzeit also irgendetwas mit Hüttenkäse oder Quark. Damit bin ich gut reingekommen und es ist längerfristig durchzuhalten. 

Mein nächster Meilenstein ist die 125er-Grenze. Es gibt ein Belohnungsprinzip, das andere gern anwenden. Ich bisher nicht, ich war zu ungeduldig, darauf hinzuarbeiten. Aber das wäre ein Ziel, wo ich mir ein Fahrrad vorstellen könnte, und dann eher ein Tourenrad als ein E-Bike. Mal schauen, was in einem Jahr so auf meinem Wunschzettel steht, denn so lange dauert das mindestens noch, denn dreißig Kilo abnehmen dauert gefühlt ewig. Dazu habe ich heute etwas gelesen, das mir gut gefallen hat, sinngemäß lautete es, dass ein Käfer sein Ziel nicht kennt, aber Schritt für Schritt weiterkrabbelt und so manchen Umweg macht auf seinem Weg. Und manchmal eben auch weiterfliegt. So ist es mit meinem Abnehmen auch. Ich bin gespannt auf das Ziel. Ich kann mir mich auch gar nicht vorstellen, wie ich dann aussehen und sein werde. Vermutlich werde ich alle vergraulen mit zu viel Energie und unerschütterlichem Optimismus.


Welcher Buchstabe wohl irgendwann dazukommt?

Samstag, 31. Januar 2026

Home, not so sweet home

Ich werde wirklich nicht schlau. Ich habe im Urlaub wirklich viel Kuchen gegessen, aber gestern habe ich den Vogel abgeschossen, ich hatte mir eine Torte mitgebracht und die habe ich dann gestern komplett gefuttert, teilweise ohne sie überhaupt zu schmecken. Heute MUSS ich die Notbremse ziehen, denn wieder in den Zucker-/Süßigkeitenteufelskreis zu geraten wäre fatal. Es wird weiterhin täglich ein Glas Limo geben solange ich das brauche, aber das wars dann auch. Und ich muss auch zugeben, dass ich mich über das Geld ärgere, denn wirklich genossen habe ich die Torte nicht, im Gegensatz zu dem Kuchen im Urlaub. Und ich habe echt Muffensausen vor dem Gang auf die Waage am Montag. Da versuche ich noch ein bißchen Schadensbegrenzung hinzubekommen.

Mit der Urlaubswäsche bin ich fast schon komplett durch, dafür muss ich dann noch mein Bettzeug durchwaschen denn Gino war wohl übel. Das habe ich gestern nicht mehr erledigt. Jetzt am Wochenende muss es in der Küche weitergehen, denn nächste Woche habe ich ein paar Termine, wegen denen ich sie gerne in Ordnung hätte. Weiter Schilf schneiden steht auf dem Zettel, und der Eingangsbereich, zumal ich nun wirklich an mein Schuhregal ranmuss, denn ich habe mich im Urlaub nicht nur von zwei löchrigen Leggings getrennt, sondern auch tapfer von meinen durchgelatschten Sneakern. Außerdem heißt es heute diverse Stellen hier im Ort anzufahren, Pakete einsammeln,  Banken und einkaufen. Und das bei echtem Mistwetter. Zur Hunderunde musste ich mich sehr aufraffen.


Ich habe heute sinngemäß so etwas gelesen wie "Warum bist du eigentlich immer für alle da?" und die Antwort darauf war "Weil ich weiß, wie es ist, niemanden zu haben." Das hat schon irgendwie eine Saite in mir zum klingen gebracht. Ich versuche auch immer, für alle dazusein und zahle aktuell den Preis dafür, weil ich nicht mehr kann, unwillig werde, wenn jemand etwas von mir fordert, schon bei dem Gedanken an soziale Interaktion, die nicht von mir ausgeht, am liebsten heulen würde. Ich bin total erschöpft was meine Emphatie betrifft. Indem ich mir das eingestehe, hoffe ich, dass ich heile und zu meinem alten Ich zurückfinde.

Wochenendhaus - das Thema braucht einen eigenen Blogeintrag. Aber es ist halt gerade sehr präsent in meinem Kopf. Ein Ort zum Runterkommen, zum Auftanken, wird dringend benötigt.

Freitag, 30. Januar 2026

On the road again, part 2

Ich freu mich sehr auf mein eigenes Bett, auch wenn das hier bequem ist, es rutscht immer auseinander und ich schlafe einfach extrem unruhig. Und auf meine Dusche. Trotzdem hätte ich auch kein Problem damit, noch ein paar Tage länger hier zu bleiben. Hier kann ich schön mit dem Hochbegabten gehen, alles eben und man hat viel Auswahl. Aber zuhause ist es halt doch am schönsten. Und ich habe wirklich genau den Hund, der einfach perfekt zu mir passt!



Und wieder daheim angekommen habe ich schon das Auto ausgeräumt, die zweite Ladung Wäsche rödelt in der Maschine, die meisten Einkäufe sind verräumt und ich habe ausgiebig mit Katha telefoniert.

Was nehme ich aus diesem Urlaub mit an Ideen, Plänen, Erkenntnissen? Ich glaube, das muss alles noch etwas reifen. Es bleibt dabei, dass ich mit Claudi einfach gut auskomme, wir uns gut ergänzen was die Aufteilung betrifft und ein ähnliches Energielevel haben, bzw die Unterschiedlichkeit gut ausgleichen können. Es hat sich gut angefühlt, in diesem Urlaub auch mal sie bekochen zu können oder den Tisch schon gedeckt oder abgeräumt zu haben, ehe sie das gemacht hat. Schade war, dass wir nicht gepuzzelt haben, das ist immer eine gute Zeit zum Quatschen, zur Musik mitzusingen oder auch mal zu schweigen ohne dass das komisch ist, aber das Puzzle, das wir dabei hatten, hatte echt eine total grottige Qualität. Für den nächsten Urlaub dort haben wir uns fest versprochen, endlich ins Schwimmbad zu gehen, so richtiger Kleiner-Finger-Schwur.

Weniger gut war leider mein Essverhalten, da werde ich ab morgen rigoros die Bremse wieder reinhauen. Zu viel Kuchen, ach insgesamt einfach zu viel von allem. Ich möchte und werde der blöden Mittelfünf jetzt sowas von den Garaus  machen! Denn das, was sich schon verändert hat, fühlt sich einfach so so gut an ❤

Donnerstag, 29. Januar 2026

Schneeflöckchen und so

Auch wenn es wunderschön aussieht, ich brauche und möchte das jetzt nicht mehr. Aber den Hochbegabten freuts! Auf der anderen Seite: Carla musste gestern Bartel gehen lassen. Ein leeres Haus jetzt ohne den Dackel und Dieter. Sie tut mir wirklich richtig leid, denn ihr wird jetzt auffallen, wie viel Zeit auf einmal übrig ist. 



Irgendwie freue ich mich aufs weiter Aufräumen zuhause. Total seltsam, aber ich möchte das jetzt einfach fertighaben. Ich werde mit Sicherheit nicht in Richtung Minimalismus tendieren, aber gerade hier die Luftigkeit im Ferienhaus gefällt mir schon ziemlich gut. Ich muss also überlegen, was ich wirklich in meiner Wohnung brauche und oft benutze, oder was auf den Speicher ausgelagert werden kann und was ich nur bei Bedarf runtertrage. Und ich habe, glaube ich, auch zu viele Möbel, das macht es auch noch mal kleiner. Was die Büchersammlung angeht - da werde ich nur noch die Autoren behalten, von denen ich mehr als ein Buch besitze, bzw am liebsten Reihen und die dann ergänzen/fortführen, wenn sie mir noch gefallen. Für die Unmengen an Wolle weiß ich keine Lösung, verstricken kann ich die in diesem Leben nicht mehr alle. Aber sie wird ja auch nicht schlecht, also muss ich sie nur mottensicher einlagern. Ergänzen möchte ich auf jeden Fall meine Wasgij-Puzzlesammlung und da werde ich mir auch irgendwann einen Puzzlekoffer zulegen, damit ich es jederzeit wegräumen,aber auch hervorholen kann. Zu den großen Küchengeräten wie z.B. die Eismaschine will mir partout noch keine Verstaumöglichkeit einfallen.

Hier noch ein letzter ruhiger Tag und morgen nacht schlafe ich schon wieder in meinem eigenen Bett!

Mittwoch, 28. Januar 2026

Jumbo-Mittwoch

Schon wieder Mittwoch, die Zeit fliegt immer nur so dahin im Urlaub. Gestern waren wir fix einkaufen, ich habe eine Runde mit dem Hochbegabten übers Gelände gedreht und ansonsten waren wir eigentlich die meiste Zeit im Haus und haben rumgegammelt, gespielt, geschlafen und gegessen (Pü, Salat, Veggiezeugs).

Im Hinterkopf brodelt es weiter. Inzwischen glaube ich doch, dass der Beste und ich die Freundschaft retten können, dass sie vielleicht sogar besser wird, jetzt wo das nicht mehr zwischen uns steht, wie wir als Paar wären. Aber das hat jetzt erstmal keinen Vorrang. Ich weiß für mich, dass ich nicht mehr in die Position der Co-Abhängigen rutschen werde, dann lieber die sofortige Trennung. Und ich verlasse mich auch auf nichts mehr, das im nichtnüchternen Zustand gesagt oder sogar versprochen wird, egal von wem. 

Gestern saß ich hier auf dem Sofa und ich habe einfach nur mein Knie angestaunt. Es ist auf dem Weg, wieder als Knie erkennbar zu sein. Der Oberschenkel ist schlabbrig, aber wieder länger als breit. Das ist so krass, wenn ich mir das als Gedanken überlege, was gerade dabei ist, sich zu verändern. Bodyforming ist tatsächlich möglich, auch bei einem Körper wie meinem. Leider wird die Haut nicht hinterherkommen, aber lieber das als weiter unfit zu sein. Ich mag den Wandlungsprozess, in dem ich gerade stecke, sehr, auch wenn er mich viele Tränen kostet. Claudi hat heute ein Foto von mir von hinten gemacht und ich war sehr überrascht (positiv überrascht), wie wenig mein Selbstbild mit dem Foto übereinstimmt. Ich werde nie eine zarte Elfe sein, aber ich hoffe auf einigermaßen sportlich-durchtrainiert.

Und jetzt hier im Niederlandeurlaub habe ich auch wieder den Wunsch, Fahrrad zu fahren. Hier ist alles eben, klar, man hat Gegenwind, aber es ist machbar. Und das wäre es auch in Gouville. Und von einem Partner wünsche ich mir, dass wir ein gemeinsames Ziel haben, etwas, dass wir beide wollen, und an dem wir gemeinsam arbeiten, wie z.B. das Wochenendhäuschen. Nur Abhängen auf dem Sofa reicht mir definitiv nicht dauerhaft, also wenn ich wieder weniger Energie ins Rumschleppen der Pfunde versenken muss, sollte da schon auch noch etwas anderes sein.

Dienstag, 27. Januar 2026

Dienstag, mitten in der niederländischen Pampa

Gestern übrigens: 


Das ist meine bisherige Bestleistung mit Tracking durch die Uhr. Und ich habe erstmalig fast mein KM-Ziel erreicht. Aber es gab auch ein kleines Stück Kuchen und 'richtiges' Essen. Was allerdings weniger schön war, war das Abrutschen des Blutzuckers. Auf einmal habe ich Sternchen gesehen, aber das war mit einem halben Glas Spezi schnell vorbei. Dennoch sollte ich ab jetzt immer Traubenzucker in der Tasche haben, für alle Fälle. Ansonsten waren wir irgendwie geschafft und durchgefroren und deswegen früh im Bett, obwohl die Fahrt diesmal trotz unschönen Wetters richtig gut geklappt hat und wir sogar so viel zu früh waren, dass wir noch einkaufen waren, um Zeit zu überbrücken.

Meine am Sonntag über eine Plattform für gebrauchte Kleidung gekauften Oberteile sind in einem völlig falschen Paketshop gelandet, irgendwo in NL. Mal sehen, ob ich die noch irgendwann bekomme. Schade, wenn es nicht klappt, denn die hätte ich schon gern gehabt.

Ansonsten merke ich jetzt schon, dass mir die Distanz gut tut, die Gedanken gehen in andere Richtungen, fokussieren sich mehr auf die Zukunft. Ich habe sogar schon meine Liste der 100 Dinge, die ich noch machen möchte, ergänzt. Bin jetzt immerhin schon bei 82 Punkten, und eine Handvoll haben sogar schon einen Erledigthaken. Dazu passt, dass Isa mich zum Nachdenken gebracht hat. Was habe ich mir im Leben alles verbaut, welche Chancen habe ich nicht genutzt, wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich nicht in die Essstörung abgerutscht wäre? Was davon kann ich noch ändern, was ist unwiederbringlich verloren? Auch dazu werde ich mir bei passender Gelegenheit nochmal Gedanken machen.

Was ich am Aufenthalt in einem Ferienhaus immer wieder spannend finde, ist die Tatsache, das man hier so leicht Ordnung halten kann. Klar, hier gibt es viel weniger Zeug, aber trotzdem. So möchte ich das auch daheim haben. Und was mir auch auffällt: ich stehe viel schneller mal auf, um etwas zu holen oder wegzuräumen. Und ich habe mit dem Gasherd gekocht - wieder eine Furcht überwunden!


Montag, 26. Januar 2026

On the road again

Faule Tage tun mir nicht so wirklich gut. Schlechtes Gewissen plus nicht genug Bewegung sind eine unschöne Kombination. Und heute muss ich dafür dann doppelt ran, denn um spätestens halb eins muss ich im Auto sitzen, wenn mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. Aber um die Zeit sollte das eigentlich kein Thema sein. Bis dahin muss noch restliches Packen, Katzenklo frischmachen und eben fix oberflächlich Staubsaugen erledigt sein. Dann stehen erstmal ein paar Tage Auszeit an - kein Aufräumen, kein Putzen und hoffentlich auch mal ruhig Schlafen, lecker essen, puzzeln, Hunderunden, kleine Ausflüge und Lesen.

Fakt ist, ich mag die Version von mir nicht, zu der ich in der Gesellschaft der Miesmuschel geworden bin. Das negative Denken, alle nutzen einen nur aus, das Lästern über Mitglieder des Freundeskreises - das alles bin ich nicht, aber ich habe mich leider irgendwie ein bißchen anstecken lassen. Es wird mir hoffentlich eine Lehre sein, auch, dass ich das nicht mehr so hinnehme, speziell wenn es um Menschen geht, die ich mag. Dazu kommt, dass Katha gestern zu mir gesagt hat, dass ich ja auch nichts mache, um die Freundschaft zum Besten zu retten. Ich überlege nun wirklich, ob ich mir diesen Schuh anziehe. Ich habe mich zweimal bei ihm gemeldet, einmal ohne Antwort, einmal mit einer läppschen Kurzantwort seinerseits. Tja, bin ich denn nun wirklich diejenige, die alles kitten muss wenn ich nicht mal weiß, ob das erwünscht ist? Vielleicht nach der Auszeit.

Was ich diesen Winter wieder nicht gemacht habe ist Schlittenfahren. Ich habe keinen Schlitten, aber das ist nicht das Problem (Augen nach dem Winter aufhalten, den bekomme ich bestimmt günstig gebraucht, ich hätte aber auch schon einen auf der Wunschliste, zusammen mit wasserfesten Winterhandschuhen). Aber was ist wenn ich stürze? Wie komme ich vom Boden wieder hoch? Schaffe ich es, den Berg hochzugehen? Aber ich möchte das so gerne nochmal machen. Und ich bin definitiv nicht zu alt dafür, basta!

Als nächste Routine führe ich den Freitagabend (und falls Freitag belegt ist, den Donnerstagabend) als  Beautyabend ein, quasi als Vorbereitung aufs Wochenende.



Leckerer Apfelkuchen - dafür liebe ich Urlaub in NL!

Sonntag, 25. Januar 2026

Sonntag, verdammter Sonntag

Es läuft jeden Tag besser damit, Dinge immer sofort nach dem Benutzen fortzuräumen. Allerdings setzt das voraus, dass sie bereits einen Platz haben, an den sie gehören. Und dieser Platz auch schon sortiert und aufgeräumt ist. Denn an manchen Ecken ist es eher noch eine Sammlung, die ich da aufhäufe, quasi thematisch vorsortiert zum späteren ordentlichen Einräumen. Aber trotzdem: ich bin viel weniger faul was Liegenlassen angeht und das macht schon einiges hier leichter in Ordnung zu halten. Hätte ich doch nur eher damit begonnen, aber es nutzt ja bekanntlich nichts, über verschüttete Milch zu jammern.

Neu in meiner täglichen Ernährung ist Hüttenkäse, von dem ich hoffe, dass er wirklich so gesund ist, wie er angepriesen wird. Momentan esse ich den noch mit Obst und Müsli, als eiweißreiches Abendessen, aber ich würde gern noch andere Rezepte ausprobieren, mehr in die herzhafte Richtung. Und es scheint irgendwie zu funktionieren, denn ich war heute auf der (alten) Waage. Nur noch zwei Kilo minus und ich bin unter 150 Kilo. Das ist/war so lange mein nächster riesengroßer Meilenstein. Das will ich jetzt einfach schaffen, dann habe ich insgesamt 70 Kilo weg, ohne OP, ohne Spritze, nur mit FdH und mehr Bewegung. Und ich will übrigens einfach mal glauben, dass der Hüttenkäse wirkt, denn so krass lecker finde ich den leider nicht. 



Wieder mal frage ich mich, tut es mir gut, auf einer Dickenplattform zur Partnersuche unterwegs zu sein oder ist das eher kontraproduktiv und ich sollte sie zum Kontakthalten und Weggehen mit lieben Menschen nutzen, die ähnliche Probleme haben wie ich? Auch mit den Überlegungen muss ich mich jetzt dringend auseinandersetzen. Denn eigentlich würde ich wirklich gerne jemanden offline kennenlernen, ganz klassisch beim Ausgehen abends oder von mir aus auch im Supermarkt, aber dann sind wir wieder bei dem erwähnten Problem: so dick wie du bist, interessiert sich kein Mann für dich.

Carla hat mich etwas gefragt, das mir zu denken gegeben hat, nämlich, was der Beste getan hat, um mir die Hand entgegenzustrecken und etwas dafür zu tun, unsere Freundschaft zu erhalten. Und was soll ich sagen? Er hat (bisher) nichts dafür getan. Nun muss ich mir überlegen, wenn was oder ob ich überhaupt noch etwas machen werde. Ich habe einen Brief an ihn geschrieben, habe ihm diesen aber (noch?) nicht geschickt. Ich weiß nicht, ob ich derzeit die Kraft habe, mit der Reaktion oder eben auch Nicht-Reaktion darauf umzugehen, denn ich möchte mich eigentlich nur auf mich konzentrieren in meiner Auszeit, auf mein persönliches Wachstum, auf mein Ziel. Ich bin gerade so motiviert, mir ist es so wichtig, nicht weiter auf der Stelle zu treten, da sollte ich keine Energie in etwas stecken, das mich eventuell zurückwirft. Und mir auch definitiv mal überlegen, was an dieser Freundschaft gut ist, und warum ich sie nicht aufgeben mag. Allerdings habe ich ein bißchen die Befürchtung, dass die Bilanz nicht ganz so positiv ausfällt.

Ich freu mich inzwischen richtig auf die Garten(um)gestaltung. Mir ist wichtig, dass es auf jeden Fall in Richtung insektenfreundlich geht, aber auch Igel und Vögel sich hier wohlfühlen. Ich möchte einen Bauerngarten, mit Obst zum Naschen, ein bis zwei schöne Sitzecken, die nicht sofort einsehbar sind, mein altes Kinderhäuschen oder den ehemaligen Hühnerstall zum Wohlfühlrefugium umgestaltet, die Liegebank oben auf dem Ausguck aufgestellt, eine kleine Outdoorküche und eine Feuerstelle. Total easy also!

Samstag, 24. Januar 2026

Die alte Haut abstreifen,

denn sie passt einfach nicht mehr so wirklich gut. Und es fühlt sich gerade tatsächlich so an als würde ich Teile meines alten Ich's abstreifen und die Teile freilegen, die in mir schlummern und die so richtig gut sind. Ich weine noch ziemlich oft, während ich mit alten Automatismen und Verletzungen abschließe, die zum größten Teil noch aus meiner Kindheit und Jugend stammen. Da gibt es z.B. Aussagen wie "Du hast so ein hübsches Gesicht, wenn du nur abnehmen würdest", "so dick wie du bist, will dich nie ein Mann", Spitznamen wie "Hippo" und noch so vieles anderes, was mit meinem Gewicht zu tun hat und die anerzogene Essstörung noch so viel verschlimmert hat. Außerdem das Thema (Leistungs-)Erwartungen und als Strafe Nichtbeachtung und offen gezeigte Enttäuschung, wenn diese nicht erfüllt wurden. Aber hey, es waren nicht meine Erwartungen, also bin ich nicht dafür verantwortlich, dass jemand anders enttäuscht ist.

Ich habe mir schon vor einer Weile vorgenommen, fremden Menschen öfter mal ein Kompliment zu machen oder Hilfe anzubieten, also z.B. ein Foto von ihnen zu machen, wenn der Arm nicht lang genug für ein Selfie ist. Heute habe ich einer netten älteren Dame im Lidl das Kompliment gemacht, dass sie gut riecht. Erst hat sie es mit Haarspray abgetan, aber dann hat sie sich richtig und ehrlich darüber gefreut und sich überlegt, was es ist, das gut riecht. Wir haben noch ein bißchen gequatscht, bis ich mit Bezahlen dran war. Ich möchte wirklich versuchen bzw. dazu beitragen, die Welt ein bißchen schöner und bunter zu machen. Dazu passt, dass ich beim Spazierengehen oft einen total netten älteren Herren treffe. Er verabschiedet sich immer mit Varianten von "und immer fröhlich und glücklich sein". Das ist so herzerwärmend 💓, auch heute wieder!



Jahresanfang ist zum Abgewöhnen. Die ganzen Rechnungen, die ins Haus flattern, sind echt übel. So langsam weiß ich nicht mehr, wo ich noch Geld hernehmen soll. Aber auch da habe ich schon einen Plan, den ich nach dem Urlaub auch ziemlich bald umsetzen werde (Hypothek). Und ich werde weiter so hart sparen wie ich kann und Dinge verkaufen. Anders geht's leider nicht. Und darauf hoffen, dass sich noch mehr Nachhilfen ergeben.

Claudi hat gefragt, ob wir im Urlaub mal schwimmen gehen (im Ferienpark gibt es ein Schwimmbad). Ich habe also tapfer Badeanzüge anprobiert und gsd einen gefunden, der mir passt und mit dem ich mich in der Öffentlichkeit blicken lassen kann (und auch gleich einen zum Verkaufen aussortiert!). Mal sehen, ob ich mich das dann auch wirklich traue, sicher bin ich mir da nämlich nicht. 

Außerdem habe ich heute mal die aktuelle Kammer des Schreckens aka die Fernsehhöhle geöffnet. Es ist erstaunlich, wie viel Zeug ich dorthinein gestopft bekommen habe, das wird noch lustig, wenn ich die leerräumen werde.



Freitag, 23. Januar 2026

Volle Fahrt in Richtung Wochenende!

Erzählte ich schon, dass ich mir eine neue Waage bestellt habe? So eine, die alles mögliche misst und mit der man Erfolge und Misserfolge per App dokumentiert? Ich glaube, ich erwähnte es gestern bereits. Warum habe ich das gemacht? Ich glaube, durch vorherige Posts kann man erraten, dass ich dieses Jahr weiter an Gewicht verlieren will. Was ich früher locker ausgleichen konnte, schaffe ich jetzt halt nicht mehr. Mein rechtes Knie knackst ziemlich und schmerzt auch an und an ziemlich, speziell, wenn ich länger in Ruhestellung war oder bergauf gehe. Und da ich ja mehr am Leben teilhaben UND vor allem mehr mit dem Hochbegabten unterwegs sein möchte, muss ich zusehen, dass ich es entlaste. Außerdem möchte ich jetzt wirklich mein nächstes Ziel erreichen, das sind gerade mal noch 3.5 Kilo (dank der neuen Waage sind es 4.0 Kilo). So wenig habe ich gefühlt das letzte Mal letztes Jahrtausend gewogen. Da ich ja offen über meine Probleme sprechen möchte, werde ich jetzt hier auch meine Daten einstellen, als Erinnerung und Ziel, so viele Zahlen wie nur möglich in den grünen Bereich zu bringen!



A!so Pimp my body - auch da ist noch an einigen anderen Stellen einiges an Luft nach oben. Ich mache gerade mal die Basics wie Duschen und Zähneputzen. Aber Eincremen, Schminken, Nägel lackieren,...? Fehlanzeige! Ich fühle mich so nicht wohl in meiner Haut, weiß aber nicht so recht, wie ich das ändern kann. Eigentlich sollte ich jeden Abend eine halbe Stunde dafür freilassen, aber zur Zeit bin ich abends einfach groggy. Noch schnell etwas essen und dann Feierabend. Am liebsten wäre es mir, wenn ich die Reihenfolge erst Selfcare, dann Abendessen, dann Feierabend etablieren könnte. Darüber muss ich mir jetzt wirklich mal Gedanken machen, wie das zur Routine wird.

Meine Essstörung belastet mich zur Zeit weniger. Essen ist aktuell kein Trösterle. Kein Grasen zwischendurch, sondern drei Mahlzeiten pro Tag und zwischendurch die Bauchspeicheldrüse möglichst in Ruhe lassen. Das tut dem Diabetes echt gut, Ich bin komplett aus dem Durst-Durst-Durst raus. Und damit auch aus den unruhigen Nächten, in denen ich alle zwei Stunden auf die Toilette gehen musste (klar, wenn man am Tag fünf Liter Wasser trinkt). Ich weiß, dass das Essverhalten auch wieder umschlagen kann, aber auch das ist ja ein Lernprozess. Dem Essen weniger Wichtigkeit zu verleihen, sondern es mehr als Treibstoff für den Körper anzusehen, und der sollte möglichst hochwertig sein. 

Aus dem, was mich aktuell doch noch beschäftigt, nehme ich mit, nichts zu versprechen, was ich eventuell nicht halten kann. Das habe ich viel zu oft im Leben gemacht, speziell bei meiner Mutter, einfach um meine Ruhe zu haben, wohlwissend, dass das hinterher wegen Nichterfüllung im Knatsch enden wird.

Hunderunde war heute kurz, ich hab hier schon viel gewerkelt gehabt und war irgendwie nicht gut beieinander.



Donnerstag, 22. Januar 2026

Magnolie aus Platin

Wir (also der Hochbegabte und ich) gehen ja nun wieder regelmäßig/täglich unsere Runde. Seitdem ist er ausgeglichener, hungriger und schläft auch wieder besser. Leider hat er sich in letzter Zeit das Bellen angewöhnt, also auch nachts, da muss ich dringend dran arbeiten. Momentan versuche ich, nicht darauf zu reagieren und hoffe, dass er kombiniert, dass er mit Bellen keinen Erfolg hat, aber mit Stillsein. 




Ich hatte endlich endlich mit ein bißchen Gartenarbeit begonnen, und zwar damit, das Schilf rund um den Gartenteich kleinzuschneiden und den Efeu an der Mauer zur Straße hin runterzuschneiden.  Ab jetzt werde ich jeden Tag, an dem es nicht regnet, damit weitermachen, denn es sollte wenigstens zur Straße bin schon mal ein bißchen ordentlicher aussehen. Zumindest, soweit ich das irgendwie schaffe. Grünabfall zur Deponie zu bringen kostet 5€/3m^3, das werde ich dann wohl machen müssen, um endlich die Brombeeren am Weiterwachsen zu hindern. 

Mir gibt der gestrige Gedanke, emotional stark genug zu sein, Konfrontationen auszuhalten, einiges an Boost für mein Selbstwertgefühl. Ich muss nicht immer diplomatisch sein, ich darf kantig und sperrig sein und vor allem auch ehrlich. Es funktioniert nicht, wenn ich mich komplett zurücknehme, damit es anderen gut geht, wenn ich dabei auf der Strecke bleibe.

Und jetzt noch drei Sachen zum Freuen: 1. die Anzeige auf der Waage bewegt sich endlich in die richtige Richtung, also habe ich es gewa(a)gt (scnr) und mir eine neue Waage mit Körperfettmessgedöns bestellt. 2. Das Gleich-Wegräumen gelingt mir inzwischen deutlich besser! 3. Ich habe mehr Energie und Durchhaltevermögen, nur Stillstehen fällt mir noch ziemlich schwer, das tut weh und ermüdet mich rasch.

Die nächsten zwei Punkte, die ich angehen werde, sind einmal meine Fingernägel, da werde ich täglich mit Nagelhärter rangehen (müssen). Und außerdem will ich mir das Schlingen abgewöhnen, also gründlich kauen und mir Zeit nehmen fürs Essen.

Werde ich wohl in einem Jahr an diese Zeit zurückdenken und mich fragen, warum das alles gerade so schwer für mich war? Dass ich mich seitdem zum Positiven und in die Richtung, in die ich wollte, verändert habe? Habe ich viel Ballast abgeworfen, physisch, mental und überhaupt im Leben? Gibt es einen Lieblingsmenschen? Bin ich sowohl das Cabriobunny als auch die Glucke geworden? Ist aus der Idee des Ankerplatzes ein realer Ankerplatz geworden?

Mittwoch, 21. Januar 2026

Der Schorf muss ab!

Ich, aktuell. Es gibt nur ganz wenige Menschen, mit denen ich zur Zeit reden mag. Also über das Oberflächliche hinaus. Ich brauche gerade die Zeit für mich und es tut mir auch leid, dass ich mich so zurückziehe und anderen keine Chance gebe. Was aber auch wieder da ist, ist der Wunsch, mal wieder rauszugehen, ins Pub oder so. Nicht unbedingt Essengehen, aber irgendwo was trinken und quatschen. Vielleicht nach den paar Tagen in NL, mit Christian oder der Pommesschwester. Aber nichtsdestotrotz habe ich Carla und Dirki für Ende Februar zu mir eingeladen. 

Katha hat den Wunsch geäußert, mich im Februar besuchen zu wollen. Es ist ein gutes Zeichen, dass mich das nicht in Panik versetzt, wegen der ungeputzten Wohnung. Denn bis dahin habe ich das ohne Zweifel im Griff. Ich weiß noch nicht, wie sich das Thema Essengehen bis dahin anfühlt, aber das bekommen wir bestimmt irgendwie hin. 

Heutige Hunderunde oben am Hornissennest.


Und was mich überrascht hat: wenn man ein Stück weitergeht, kann man sogar mein Haus sehen am Berg gegenüber.




Außerdem wird mir gerade bewusst, wie stark ich eigentlich mental bin. Und wie schwach es ist, sich per Messenger aus der Affaire zu ziehen. Total konfliktscheu. Und Sachen nicht zu klären. Ich bin sehr erleichtert, dass ich das inzwischen gelernt habe und Angelegenheiten ausdiskutieren kann, auch wenn ich derzeit ja nun wirklich extrem nah am Wasser gebaut bin. Es ist nicht angenehm, aber man hat entweder eine Richtung oder einen Abschluss.