Anscheinend nicht genug, wenn ich mein inneres Glücklichsein von anderen Menschen abhängig mache. Schade eigentlich, denn so ein mieser Mensch bin ich eigentlich gar nicht, hoffe ich zumindest. Ich bin nur leider viel zu sehr damit beschäftigt, mich selbst runterzuputzen, anstatt mal auf die Menschen zu hören, die wirklich tolle, persönliche Dinge über mich sagen. An meinem Selbstbewusstsein diesbezüglich muss ich mehr als dringend arbeiten. Gestern hat Christian mir wieder gesagt, dass ich als Freundin und als Mensch toll bin. Aber wie nah lasse ich ihn und andere wirklich an mich heran? Eigentlich habe ich gerade nur zwei Freundinnen, die auch zuhören können. Ich bin ihnen sehr dankbar, dass sie mich immer wieder aufrichten. Jetzt muss ich es nur noch selber glauben.
Eine weitere Entscheidung loszulassen habe ich noch getroffen: meine Bücher aus Studienzeiten stauben immer weiter ein. Bis auf ganz wenige werde ich sie abgeben, ich schaue ja doch nicht mehr hinein und Platz ist Mangelware, auch in meinen Bücherregalen. Ein weiterer Schritt zur Verarbeitung alter Fehler.
Die Hunderunde habe ich heute spontan oben am Golfplatz gemacht (Runde ist es ja gar nicht, nur einmal hin und den gleichen Weg wieder zurück), aber immerhin einen guten Kilometer lang. Das große Ziel ist auch hier schon gesteckt: 6 Kilometer sollen am Ende des Jahres machbar sein. Ich würde gern die Petersbergrunde schaffen (Hornissennest - Umsetzer - durchs Dorf runter), erst die kleine, dann die große Tierheimrunde und die große Runde in Wipperfeld bzw. die mit dem steilen Anstieg.
Irgendwie sind heute Abend alle unterwegs. Ich würde jetzt gerne im Pub sitzen, in einer stillen Ecke, und Leute beobachten. Und bloß nicht reden müssen. Stattdessen werde ich mir die Decke über den Kopf ziehen und mir Gedanken über meinen Garten machen.

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