Montag, 9. Februar 2026

Montagmorgengrauen

Seit ich aus dem Urlaub zurück bin, bin ich ein bißchen aus der Spur gekommen. Zu wenig konsequent weiter ausgemistet, zu viele helle Brötchen, zu viel rumgegammelt, zu viel geweint und mir die Schuld für zu vieles gegeben. Ab heute wieder Fokus auf den Meilenstein, den will und werde ich bis Frühlingsanfang sicher passiert haben! Der Vergleich zu letzter Woche, da hat sich so gar nichts getan, außer 600gr weniger:

Dafür dann aber heute ein anderer Meilenstein: ZWEI Kilometer Spaziergang geschafft UND es fehlt nicht mehr viel zur ganzen Runde - noch gehe ich ja hin und den gleichen Weg wieder zurück. Leider hat sich der Hochbegabte unterwegs mit echt fiesen Kletten angelegt, da half auch kein Rauszupfen mehr, die musste ich zuhause rausschneiden, was er aber zu meiner Überraschung gut mitgemacht hat, auch wenn er jetzt ein bißchen mottenzerfressen ausschaut.

Auch wenn es anstrengend ist, es tut gut, das überhaupt zu schaffen. Und zu merken, da ginge auch noch ein bißchen mehr ohne dass danach Schonzeit nötig wäre. Trotzdem wäre es leichter/weniger schmerzhaft fürs Knie, wenn da nochmal 10 Kilo weniger draufdrücken würden. Ich habe ab morgen Abend eine Auszeit, da werde ich es nochmal mit dem Massagerollern angehen. Und abends wieder die Eiweißmahlzeit zu mir nehmen statt zu etwas Warmes zu kochen. Ist ja jetzt mal nicht so, dass ich einer harten körperlichen Arbeit nachgehen würde. Ob ich bis zum Frühlingsanfang doch noch mal über weiter als den Meilenstein nachdenken sollte? Eigentlich ist mir gerade "Fitness" wichtiger als Zahlen.

Es kommt mir komisch vor, morgens nicht um sieben mit dem Brotjob zu starten. Bei mir geht es immer erst mittags los. Irgendwie geistert trotzdem die Thekenschlampe wieder verstärkt in meinem Hinterstübchen herum.Ich

Ich vermisse es sehr, einen Lieblingsmenschen zu haben.


Sonntag, 8. Februar 2026

Hunde im Nebel

Um Viertel vor vier war ich wach und konnte nicht mehr einschlafen, Hurrikan der Gedanken im Kopf, Zukunftsängste vor allem, aber auch jede Menge Hoffnungen und Pläne. 

Eine Überlegung von gestern Nacht habe ich heute schon mal in die Tat umgesetzt: ab jetzt ist jeder erste Freitag im Monat Pommesschwesternabend, und falls der erste Freitag nicht passt, wird auf den nachfolgenden Freitag verschoben. Auf der Heimfahrt nach dem Pubbesuch haben wir zudem einen Grillabend (bei Christian?) und einen gemeinsamen Abend mit der Pizzarette (bei mir?) beschlossen. Ich wünsche mir sehr, dass es nicht nur bei den Überlegungen bleibt und werde meinen Teil dafür tun, dass wir das auch wirklich machen.

Ich habe viele Spiele, sogar sehr viele, selbst jetzt, wo zumindest die Puzzles schon mal auf dem Speicher gelagert sind. Ich überlege, ob ich die Spiele im Regal im Gästezimmer unterbringe, die DVDs in der Fernsehhöhle und die Kochzeitschriften in der Diele. Alternativ könnte ich versuchen, die Spiele ebenfalls in der Diele unterzubringen, dann wäre es auch unproblematisch, wenn es mehr werden und an Spielabenden hätte man einen besseren Überblick. Dazu würde sich das Regal rechts neben dem Heizungskeller gut eignen. Allerdings müsste ich weiter Bücher aussortieren, was ich allerdings ja eh vorhabe. Und die Puzzles könnten hochkant oben aufs oberste Regalboard. Und dann habe ich endlich mit der Freundewand angefangen. Jetzt muss ich nur noch die Fotos ausdrucken, weiße Rahmen habe ich noch einige vorrätig.



Die Hunderunde ist heute im Nebel versunken. Eigenlich wollte ich am Golfplatz gehen, aber dort habe ich tatsächlich keinen Parkplatz mehr bekommen, also rüber auf den Petersberg, wo man die Hand nicht vor den Augen sehen konnte. Der Hochbegabte hatte trotzdem seinen Spaß und wollte gar nicht mehr heim. Unterwegs haben wir noch einen unfreundlichen anderen Rüden getroffen und ich bin immer wieder begeistert, wie souverän Bosse reagiert, wenn er angemacht wird. Das prallt komplett an ihm ab und er geht seiner Wege, was mich sehr beruhigt, denn so kann ich ihn unbesorgt unangeleint laufen lassen. 


Den Nachmittag habe ich dann für ein bißchen Gartenarbeit und Hausarbeit genutzt. Mir fehlt die innere Ruhe, weil ich ständig mit schlechtem Gewissen im Hinterkopf runterrattere, was noch alles zu tun ist und deswegen immer wieder irgendetwas erledige, aber nie das Ganze schaffe, um mal einen Haken an eine komplett erledigte Aufgabe machen zu können. Für morgen nehme ich mir noch mal entweder mein Schlafzimmer oder das Gästezimmer vor, die sind am schnellsten komplett fertig zu bekommen, damit danach nur noch Beihalten ansteht.

Erkenntnis des Tages: nur wenn man anfängt, kann man auch fertig werden. Das Anfangen habe ich leider viel zu lange vor mir hergeschoben.

Samstag, 7. Februar 2026

Sehr ruhiger Samstag

Ich weiß nicht warum, aber ich habe das Gefühl, dass es ein tolles Jahr wird. Ich kann endlich, endlich wieder etwas mehr machen und das weckt in mir den Wunsch nach so viel mehr. Ich will raus, was erleben, die Dinge machen, die ich mich nie getraut habe. Es ist total verrückt, aber nach dem Abend gestern habe ich das Gefühl, fast alles schaffen zu können. Und noch verrückter: ich kann mir vorstellen, in der Gastro zu arbeiten, wenn ich noch ein paar Kilos habe verschwinden lassen. 

Claudi hat letztens erzählt, dass ein Kollege von ihr einiges abgenommen hat und dafür viele Komplimente bekommt. Bei ihr, die ebenfalls viele Kilos abgespeckt hat, wird das noch nicht mal kommentiert, geschweige denn, dass sie Komplimente dafür bekommt. Es hat mich traurig gemacht, weil man das bei ihr eigentlich so deutlich sieht. Ich habe gestern Abend gegenüber der Pommesschwester erwähnt, dass es mir schon reichen würde, wenn ich einfach nicht mehr so auffallen würde. Und da meinte sie nur "tust du schon gar nicht mehr". Ganz so weit ist es zwar noch nicht, aber es ist tatsächlich viel weniger geworden. Und es kommen auch weniger fiese Beleidigungen. Das macht es mir leichter, rauszugehen UND auf fremde Menschen zuzugehen. Im Pub, in dem wir gestern waren, ist sehr gemischtes Publikum, von acht bis achtzig und man hat nie das Gefühl, dass da irgendjemand nicht akzeptiert wird. So wünsche ich mir meine Zukunft.

Gleich geht es raus in den Garten, weiter Schilf schneiden und ähnliches. Heute spürt man den Frühling schon richtig, das tut so gut und ich bin gleich viel motivierter. Die Hunderunde haben wir heute am Umsetzer gedreht - bei diesem Wetter einfach nur schön, auch wenn ich noch etwas übrig von gestern war:


Jetzt kommt noch ein Thema, dass ich nicht zum ersten mal anschneide. Ich wäre so gern hübsch, bzw. attraktiv, also im Sinne von positiv interessant. Und halt eben auch das Bunny. Und ich bin so verloren, was das Thema angeht. Ich weiß einfach nicht weiter, wie ich das angehen soll. 



Freitag, mit Ausgehen

Diese Woche hatte ich ja den Esstisch in der Küche umgestellt und ich bin mir immer noch unsicher, ob ich es so lasse. Ich komme besser ans Fenster, die Heizung kann besser abstrahlen und der Raum wirkt größer. Aber es ist wie mit allem: ich tue mich einfach schwer mit Veränderungen. Was aber definitiv ausgetauscht wird sind die Bänke. Die sind nicht bequem wenn man lange darauf sitzt und so wirklich ganz sind sie ja auch nicht mehr.

Ich habe keine Ahnung, warum ich zur Zeit so weinerlich bin. Einfach nervig. Naja, eine Ahnung habe ich schon, aber daran kann ich derzeit nichts ändern. Ich bin einerseits einsam, trotz der vielen Menschen um mich herum, die alles dafür tun, damit ich mich nicht alleine fühle und mein Selbstbewusstsein stärken, andererseits mag ich momentan kaum Kontakt haben. Ich weiß einfach nicht, wie ich da rauskommen kann. Das Weggehen mit der Pommesschwester heute Abend wird also eine Herausforderung, obwohl ich mich darauf freue. Und ich habe keine Ahnung, was ich anziehen soll, vor allem die Schuhfrage, denn die neuen Sneaker sind im Schuhschrank hinterm Trockner verstaut. Und anzuziehen habe ich natürlich auch nichts. Mal sehen, ob ich mich nicht zumindest etwas aufrüsche und nicht im Hoodie verstecke. Wer weiß, wer alles dort ist heute Abend...

Und damit mein Knie heute Abend mitspielt, nur eine kleinere Hunderunde heute (am Hornissennest), morgen wird es dann wieder eine größere Runde. Der Wocheneinkauf ist schon erledigt, ich muss also dafür keine Energie einplanen. Schlimm genug, dass ich mir das so einteilen muss, aber es ist ja definitiv schon besser geworden als noch vor ein paar Monaten.



Meine Bedenken waren umsonst, wir hatten einen wunderbaren Abend im Pub, sogar mit Überraschungsgast Christian. Es gab Flammkuchen mit Salat, Nachos und eine heiße Schokolade zum Abschluss. Ich habe mich nicht im Hoodie versteckt, sondern ein weißes Top und eine lange dunkelgraue Strickjacke zu Jeans und Chucks getragen und mich damit richtig wohlgefühlt. Haare wie immer zum Ausgehen offen. Und ich hatte an keinem Punkt das Gefühl, angestarrt zu werden, auch nicht vom "jüngeren" Publikum. Da würde sogar ich gerne kellnern, einfach auch, weil die Atmosphäre da so locker ist.





Donnerstag, 5. Februar 2026

WMDEDGT 2/2026

Frau Brüllen fragt, was man so den ganzen Tag macht und ich mache heute wieder mal mit, auch wenn es für andere eher langweilig zu lesen sein dürfte. Mal schauen, ob ich mich traue, es zu verlinken.

Wie immer gegen sechs Uhr, die Menagerie kündigt den sofortigen Hungertod an, sollte ich nicht sofort für Nahrungsnachschub sorgen. Also pelle ich mich aus dem gemütlich warmen Bett, fülle die Näpfe, lüfte den Hochbegabten noch schnell im Garten aus und verschwinde, solange er draußen die Nachbarn mit fröhlichem Gebell weckt, kurz ins Bad. Und weil es sich zu früh zum Aufstehen anfühlt, lege ich mich nochmal für ein Stündchen ins Bett.

Ein kurzes Schwätzchen mit der Nachbarin und etwas Aufräumen später mache ich mich und den Hochbegabten für die Spazierrunde fertig. Wir gehen am Golfplatz, es ist mit 2.5°C noch ziemlich frisch, was ihn zu Höchstform auflaufen lässt.


Ich versuche, Schritt zu halten und verpasse mein Kilometerziel um 50m.



Na vielleicht morgen. Noch kurz Salat, O-Saft und zwei Brötchen einkaufen, dann geht es heim und ich frühstücke endlich. Immer noch durchgefroren wickele ich mich in eine warme Decke, erledige die Vorbereitung der Nachmittagstermine und beantworte noch Mails bzw. Nachrichten. 

Und weil ich ja leider keine Schlaubiene bin UND die Biotonne heute geleert wurde UND es trocken war, habe ich eine Runde Mauer von Efeu freischneiden erledigt. Nicht geplant war das längere Schwätzchen mit dem Nachbarn. Wenn man nicht passend zum Rumstehen angezogen ist, wird es halt doch fix wieder kühl. Und weil es jetzt auch egal ist, schneide ich auch noch eine Ladung Schilf klein. Das lasse ich ja immer zu einem Teil für die Insekten, speziell die Libellen, stehen, aber der Rest kann jetzt schon mal ab in die Tonne.

Die Nachmittagstermine verlaufen problemlos, gleich danach geht es weiter mit Abendbrot für Hund und Kater, im Anschluss koche ich für mich. Es gibt Rosenkohl, dazu Goudataler. Ein Vorsatz ist ja, so wenig Lebensmittel wie möglich wegwerfen zu müssen, weil ich sie nicht rechtzeitig gegessen habe, deswegen die etwas wilde Kombination.

Den Abend beschließe ich mit einer heißen Dusche für die müden Muskeln und einem frühen Einkuscheln auf dem Sofa und meinem aktuellen Buch: Vollendet - Die Rache.


Mittwoch, 4. Februar 2026

Kein Wochenend', aber Sonnenschein!

Heute Nacht habe ich von Uschi geträumt. Neben ihr waren zwei Parkplätze frei, aber ich habe mich nicht getraut, direkt neben ihr einzuparken. Und dann war es noch irgendetwas mit Schubkarren. Ganz kurios.

Die Hunderunde haben wir heute mal wieder in Wipperfeld gedreht, weil ich danach noch in Wipperfürth einkaufen wollte. Ich habe mich am Anfang so gequält, dass ich fast umgedreht wäre - die Winterjacke zu schwer und zu warm, das Knie zickt und der Kreislauf eher ein Ovallauf. Aber ich habe durchgehalten und irgendwann "lief" es dann wie von selbst (scnr). Ich wäre sogar fast noch das letzte steile Stück raufgeschnauft, aber das habe ich mir dann für eins der nächsten Male aufgehoben.

Hunderrunden in: Duhr, Petersberg, Tierheim, Kotzberg, Wipperfeld, Campingplatz, Golfplatz, Enkeln, Friedhofrunde

Eine weitere Lösung habe ich dann auch noch gefunden: zum Üben werde ich die Liegestütze erstmal auf der dritten oder vierten Treppenstufe beginnen, also von da aus die Muskeln aufbauen und mich stufenweise nach unten arbeiten. Ich habe absolut nur Pudding in den Armen, also muss ich einen soften Einstieg finden. Aber ich habe weiterhin den Ehrgeiz, die Wette zu gewinnen. Und ich muss meinen Wetteinsatz festlegen, das habe ich bisher noch gar nicht erledigt. Aber mir will auch nichts einfallen, was zumindest zwacken würde wenn ich verliere.

Normalerweise lese ich während ich esse. Irgendeine Gesellschaft halt. Aber dabei passe ich weder auf, wann ich satt bin, noch esse ich bewusst oder kaue langsam. Ich mag das Lesen nicht drangeben, aber mir fällt auch nicht wirklich eine Alternative ein. Vielleicht muss ich es erstmal aushalten, allein zu essen, bis es zur Gewohnheit geworden ist, auch wenn mich der Gedanke nicht gerade glücklich stimmt. Heute habe ich den Küchentisch gedreht, so kann ich zumindest rausschauen. Was aber auch bedeutet, dass das Schilf kleingehalten werden muss, weil ich sonst nur Grün sehe. Ich bin mir aber auch noch nicht so wirklich sicher, ob ich den Tisch nicht wieder an seine alte Position zurückstelle. 

Heute war insgesamt ein guter Tag - ich habe das Geld vom verlorenen Paket zurückbekommen, knallblauer Himmel und Sonnenschein und ich habe ein paar gute Ideen gehabt, wie ich mir die Zukunft leichter gestalten kann.


Dienstag, 3. Februar 2026

Dienst-Tag

Neuer Tag, neues Glück. Ich war ausnahmsweise nochmal auf der Waage, die Urlaubspfunde haben sich wieder verabschiedet. Jetzt sind es weniger als drei Kilo minus bis zum nächsten großen Meilenstein, den ich so bald wie möglich erreichen möchte. Wegen Wetter war der Spaziergang heute nicht ganz so lang, aber dafür werde ich dann mehr putzen. Bosse hat mit Maja getobt, das hat ihm gut getan und ich merke, dass er wieder agiler wird. Trotzdem: warum geht Abnehmen nicht so schnell wie Zunehmen? Ich habe so viel, was ich gern unternehmen würde, aber das macht mein Knie einfach (noch) nicht mit. Trotzdem ist es wichtig, diese Wünsche zu spüren, denn das hält mich bei der Stange. Ich habe durch die Kuchenesserei im Urlaub gesehen, wie schnell ich wieder in alte Fahrwasser gerate und das will ich definitiv vermeiden. Quartal 1/2026 ist der Umstellung auf gesunde Ernährung gewidmet und das läuft bislang semi bis gut.



Heute musste ich dringend nochmal Hosen durchprobieren, nur eine passende Jeans ist zu wenig, obwohl die auch nur noch dank des Gürtels oben bleibt. Allerdings habe ich keine Lust, mir noch neue Hosen zu kaufen, wenn noch welche im Vorrat sind, die nur wenig zu eng sind. Andererseits bräuchte ich wirklich eine schwarze Hose. Und nach dem Anprobieren sind zumindest ein paar Jeans, die tragbar sind plus eine olivfarbene Hose in der Auswahl. Das muss dann erstmal reichen.  

Das fehlgeleitete Paket wird wohl verschollen bleiben. Mal sehen, wie sich das finanziell ausgeht, es war genug Geld (etwa 30€), um mich doch etwas zu ärgern.

Gestern habe ich eine weitere Fraßecke beseitigt, die vor der Küchentür. Das war nicht schön, was da alles zum Vorschein kam. Einerseits schäme ich mich über mich selber, andererseits bin ich sehr froh, das alles endlich angegangen zu haben, auch wenn immer noch viel zu tun ist. Aber das ist alles nicht mehr katastrophal, sondern definitiv zu schaffen.

Dafür habe ich es mit einem Termin heute vermasselt. Ich wusste den lang genug, trotzdem reicht es jetzt nur noch für Schadensbegrenzung was das Aufräumen angeht. Nun denn, auch ich bin ziemlich gut in alten Mustern, auch wenn sie nicht mehr ganz so bestimmend sind, wie sie einmal waren. Eine Runde staubsaugen und über die Ablage wischen muss reichen, für mehr langt die Zeit dann definitiv nicht mehr. Ich ärgere mich insofern über mich, als dass ich - wieder mal - die Prioritäten falsch gesetzt habe. Ich habe zwar nicht nichtstuend rumgesessen, aber ich habe an den falschen Ecken gewurschtelt. Aber hey, bald gibt es einfach keine falschen Ecken mehr, das ist doch ein sehr positiver Ausblick!

Ich weiß nicht, warum mich der Gedanke, ab jetzt alleine zu bleiben, so belastet, das war doch bisher auch kein Thema. Zumal es auch nicht stimmt, wenn ich es darauf anlegen würde, wäre bestimmt bald wieder jemand in meinem Leben. Aber was schon stimmt, ich bin zu weniger Kompromissen bereit und ich würde mich weniger zurücknehmen, wenn ich doch nochmal eine Beziehung eingehe. Und ich kann nicht mit jemandem glücklich sein, wenn ich es nicht mit mir bin, also muss das zwingend der erste Schritt sein.



Montag, 2. Februar 2026

Monday, Monday

Ich weiß nicht ob es so arg gescheit ist, den Wiegetag auf Montag zu legen. Obwohl, dann hat man es entweder hinter sich, oder man hat sich damit gleich mal den Start in die neue Woche verdorben. Wie auch immer, hier sind die Fakten: plus 700 gr im Urlaub, das ist sehr erträglich.


Ab jetzt dann wirklich wieder Alltag, übers Wochenende hab ich mir noch Schonfrist gegönnt. Heute erstmal ein längerer Spaziergang oben am Golfplatz, und dann steht heute die Küche auf dem Plan: Kühlschrank fertig, da fehlen noch zwei Ablagen, und die Arbeitsfläche. Außerdem den Tisch zum Wäschefalten freiräumen. Das ist zu schaffen.


Ich habe mich entschieden, mein Hirn zu fordern und eine neue Sprache zu lernen. Die Wahl ist auf Niederländisch gefallen, das kann ich noch am ehesten brauchen. Obwohl es mich auch reizen würde, mein Schwedisch wieder zu aktivieren. Vielleicht schwenke ich von der Ostsee an die Nordsee um, fahrtechnisch wäre das auf jeden Fall sinnvoller. Noch sinnvoller wäre es allerdings, Französisch zu lernen und endlich den Mut aufzubringen, mich in Gouville heimisch zu fühlen obwohl ich immer noch die Idee mag, das Haus zu vermieten und mir Captains Corner fertigzumachen. Aber das ist alles noch sehr Zukunftsmusik, erstmal muss Kürten fertig werden, wenn man denn von Fertigwerden sprechen kann bei einem Haus mit Garten, denn da gibt es ja eigentlich immer etwas zu tun. Und mit begrenztem Budget und in Eigenleistung soweit möglich zieht sich alles noch länger.

Außerdem wird mir immer klarer, dass ich gerade nicht am richtigen Platz im Leben bin um eine neue Beziehung einzugehen. Zumindest werde ich nicht aktiv etwas dafür tun. Sollte ich zufällig jemanden kennenlernen, dann ist das Schicksal, und ich werde dem nicht davonrennen, aber grundsätzlich bleiben die fünf Ziele Priorität und ich werde mich nicht von ihnen ablenken !assen.

Sonntag, 1. Februar 2026

I should have known better,

aber ich habe ihm vertraut, zumindest am Anfang, wenn auch nie völlig, dafür kannte ich ihn und seine vertrauten Muster zu gut. Aber das hat mich eben auch am Ende gerettet, dass ich relativ unbeschadet aus allem herausgehe. Trotzdem: Fehler, sogar ein ziemlich großer. Und damit ist das Thema auch vorerst für mich abgehakt, ich mag da einfach keine negative Energie mehr reinstecken, das bringt mich nicht voran. 

Ich habe sie oft genug, vielleicht sogar zu oft erwähnt, die großen Ziele bleiben die gleichen:

  1. Chaos beseitigen
  2. Abnehmen und fit werden
  3. Gesundheit
  4. Finanzen stabilisieren
  5. Ankerplatz
Der Lieblingsmensch ist dabei nur die Kirsche auf der Sahne.

Die letzten Tage habe ich ungesünder gegessen und ich spüre es sofort, in meiner rechten Hand tun die Knochen wieder weh und sie fühlt sich an wie ein Ballon. Zu viele Fertigprodukte würde ich mal sagen. Nun denn, dann wieder Selbstgekochtes.  Ab jetzt versuche ich, so etwas wie einen Kochsonntag einzuführen, wo ich neue Gerichte, gern auch aufwendigere, kochen werde. Aber das braucht definitiv noch einen anderen Namen. Kein Grasen mehr, nur drei Mahlzeiten pro Tag, eine davon eine Eiweißmahlzeit also irgendetwas mit Hüttenkäse oder Quark. Damit bin ich gut reingekommen und es ist längerfristig durchzuhalten. 

Mein nächster Meilenstein ist die 125er-Grenze. Es gibt ein Belohnungsprinzip, das andere gern anwenden. Ich bisher nicht, ich war zu ungeduldig, darauf hinzuarbeiten. Aber das wäre ein Ziel, wo ich mir ein Fahrrad vorstellen könnte, und dann eher ein Tourenrad als ein E-Bike. Mal schauen, was in einem Jahr so auf meinem Wunschzettel steht, denn so lange dauert das mindestens noch, denn dreißig Kilo abnehmen dauert gefühlt ewig. Dazu habe ich heute etwas gelesen, das mir gut gefallen hat, sinngemäß lautete es, dass ein Käfer sein Ziel nicht kennt, aber Schritt für Schritt weiterkrabbelt und so manchen Umweg macht auf seinem Weg. Und manchmal eben auch weiterfliegt. So ist es mit meinem Abnehmen auch. Ich bin gespannt auf das Ziel. Ich kann mir mich auch gar nicht vorstellen, wie ich dann aussehen und sein werde. Vermutlich werde ich alle vergraulen mit zu viel Energie und unerschütterlichem Optimismus.


Welcher Buchstabe wohl irgendwann dazukommt?