Samstag, 31. Januar 2026

Home, not so sweet home

Ich werde wirklich nicht schlau. Ich habe im Urlaub wirklich viel Kuchen gegessen, aber gestern habe ich den Vogel abgeschossen, ich hatte mir eine Torte mitgebracht und die habe ich dann gestern komplett gefuttert, teilweise ohne sie überhaupt zu schmecken. Heute MUSS ich die Notbremse ziehen, denn wieder in den Zucker-/Süßigkeitenteufelskreis zu geraten wäre fatal. Es wird weiterhin täglich ein Glas Limo geben solange ich das brauche, aber das wars dann auch. Und ich muss auch zugeben, dass ich mich über das Geld ärgere, denn wirklich genossen habe ich die Torte nicht, im Gegensatz zu dem Kuchen im Urlaub. Und ich habe echt Muffensausen vor dem Gang auf die Waage am Montag. Da versuche ich noch ein bißchen Schadensbegrenzung hinzubekommen.

Mit der Urlaubswäsche bin ich fast schon komplett durch, dafür muss ich dann noch mein Bettzeug durchwaschen denn Gino war wohl übel. Das habe ich gestern nicht mehr erledigt. Jetzt am Wochenende muss es in der Küche weitergehen, denn nächste Woche habe ich ein paar Termine, wegen denen ich sie gerne in Ordnung hätte. Weiter Schilf schneiden steht auf dem Zettel, und der Eingangsbereich, zumal ich nun wirklich an mein Schuhregal ranmuss, denn ich habe mich im Urlaub nicht nur von zwei löchrigen Leggings getrennt, sondern auch tapfer von meinen durchgelatschten Sneakern. Außerdem heißt es heute diverse Stellen hier im Ort anzufahren, Pakete einsammeln,  Banken und einkaufen. Und das bei echtem Mistwetter. Zur Hunderunde musste ich mich sehr aufraffen.


Ich habe heute sinngemäß so etwas gelesen wie "Warum bist du eigentlich immer für alle da?" und die Antwort darauf war "Weil ich weiß, wie es ist, niemanden zu haben." Das hat schon irgendwie eine Saite in mir zum klingen gebracht. Ich versuche auch immer, für alle dazusein und zahle aktuell den Preis dafür, weil ich nicht mehr kann, unwillig werde, wenn jemand etwas von mir fordert, schon bei dem Gedanken an soziale Interaktion, die nicht von mir ausgeht, am liebsten heulen würde. Ich bin total erschöpft was meine Emphatie betrifft. Indem ich mir das eingestehe, hoffe ich, dass ich heile und zu meinem alten Ich zurückfinde.

Wochenendhaus - das Thema braucht einen eigenen Blogeintrag. Aber es ist halt gerade sehr präsent in meinem Kopf. Ein Ort zum Runterkommen, zum Auftanken, wird dringend benötigt.

Freitag, 30. Januar 2026

On the road again, part 2

Ich freu mich sehr auf mein eigenes Bett, auch wenn das hier bequem ist, es rutscht immer auseinander und ich schlafe einfach extrem unruhig. Und auf meine Dusche. Trotzdem hätte ich auch kein Problem damit, noch ein paar Tage länger hier zu bleiben. Hier kann ich schön mit dem Hochbegabten gehen, alles eben und man hat viel Auswahl. Aber zuhause ist es halt doch am schönsten. Und ich habe wirklich genau den Hund, der einfach perfekt zu mir passt!



Und wieder daheim angekommen habe ich schon das Auto ausgeräumt, die zweite Ladung Wäsche rödelt in der Maschine, die meisten Einkäufe sind verräumt und ich habe ausgiebig mit Katha telefoniert.

Was nehme ich aus diesem Urlaub mit an Ideen, Plänen, Erkenntnissen? Ich glaube, das muss alles noch etwas reifen. Es bleibt dabei, dass ich mit Claudi einfach gut auskomme, wir uns gut ergänzen was die Aufteilung betrifft und ein ähnliches Energielevel haben, bzw die Unterschiedlichkeit gut ausgleichen können. Es hat sich gut angefühlt, in diesem Urlaub auch mal sie bekochen zu können oder den Tisch schon gedeckt oder abgeräumt zu haben, ehe sie das gemacht hat. Schade war, dass wir nicht gepuzzelt haben, das ist immer eine gute Zeit zum Quatschen, zur Musik mitzusingen oder auch mal zu schweigen ohne dass das komisch ist, aber das Puzzle, das wir dabei hatten, hatte echt eine total grottige Qualität. Für den nächsten Urlaub dort haben wir uns fest versprochen, endlich ins Schwimmbad zu gehen, so richtiger Kleiner-Finger-Schwur.

Weniger gut war leider mein Essverhalten, da werde ich ab morgen rigoros die Bremse wieder reinhauen. Zu viel Kuchen, ach insgesamt einfach zu viel von allem. Ich möchte und werde der blöden Mittelfünf jetzt sowas von den Garaus  machen! Denn das, was sich schon verändert hat, fühlt sich einfach so so gut an ❤

Donnerstag, 29. Januar 2026

Schneeflöckchen und so

Auch wenn es wunderschön aussieht, ich brauche und möchte das jetzt nicht mehr. Aber den Hochbegabten freuts! Auf der anderen Seite: Carla musste gestern Bartel gehen lassen. Ein leeres Haus jetzt ohne den Dackel und Dieter. Sie tut mir wirklich richtig leid, denn ihr wird jetzt auffallen, wie viel Zeit auf einmal übrig ist. 



Irgendwie freue ich mich aufs weiter Aufräumen zuhause. Total seltsam, aber ich möchte das jetzt einfach fertighaben. Ich werde mit Sicherheit nicht in Richtung Minimalismus tendieren, aber gerade hier die Luftigkeit im Ferienhaus gefällt mir schon ziemlich gut. Ich muss also überlegen, was ich wirklich in meiner Wohnung brauche und oft benutze, oder was auf den Speicher ausgelagert werden kann und was ich nur bei Bedarf runtertrage. Und ich habe, glaube ich, auch zu viele Möbel, das macht es auch noch mal kleiner. Was die Büchersammlung angeht - da werde ich nur noch die Autoren behalten, von denen ich mehr als ein Buch besitze, bzw am liebsten Reihen und die dann ergänzen/fortführen, wenn sie mir noch gefallen. Für die Unmengen an Wolle weiß ich keine Lösung, verstricken kann ich die in diesem Leben nicht mehr alle. Aber sie wird ja auch nicht schlecht, also muss ich sie nur mottensicher einlagern. Ergänzen möchte ich auf jeden Fall meine Wasgij-Puzzlesammlung und da werde ich mir auch irgendwann einen Puzzlekoffer zulegen, damit ich es jederzeit wegräumen,aber auch hervorholen kann. Zu den großen Küchengeräten wie z.B. die Eismaschine will mir partout noch keine Verstaumöglichkeit einfallen.

Hier noch ein letzter ruhiger Tag und morgen nacht schlafe ich schon wieder in meinem eigenen Bett!

Mittwoch, 28. Januar 2026

Jumbo-Mittwoch

Schon wieder Mittwoch, die Zeit fliegt immer nur so dahin im Urlaub. Gestern waren wir fix einkaufen, ich habe eine Runde mit dem Hochbegabten übers Gelände gedreht und ansonsten waren wir eigentlich die meiste Zeit im Haus und haben rumgegammelt, gespielt, geschlafen und gegessen (Pü, Salat, Veggiezeugs).

Im Hinterkopf brodelt es weiter. Inzwischen glaube ich doch, dass der Beste und ich die Freundschaft retten können, dass sie vielleicht sogar besser wird, jetzt wo das nicht mehr zwischen uns steht, wie wir als Paar wären. Aber das hat jetzt erstmal keinen Vorrang. Ich weiß für mich, dass ich nicht mehr in die Position der Co-Abhängigen rutschen werde, dann lieber die sofortige Trennung. Und ich verlasse mich auch auf nichts mehr, das im nichtnüchternen Zustand gesagt oder sogar versprochen wird, egal von wem. 

Gestern saß ich hier auf dem Sofa und ich habe einfach nur mein Knie angestaunt. Es ist auf dem Weg, wieder als Knie erkennbar zu sein. Der Oberschenkel ist schlabbrig, aber wieder länger als breit. Das ist so krass, wenn ich mir das als Gedanken überlege, was gerade dabei ist, sich zu verändern. Bodyforming ist tatsächlich möglich, auch bei einem Körper wie meinem. Leider wird die Haut nicht hinterherkommen, aber lieber das als weiter unfit zu sein. Ich mag den Wandlungsprozess, in dem ich gerade stecke, sehr, auch wenn er mich viele Tränen kostet. Claudi hat heute ein Foto von mir von hinten gemacht und ich war sehr überrascht (positiv überrascht), wie wenig mein Selbstbild mit dem Foto übereinstimmt. Ich werde nie eine zarte Elfe sein, aber ich hoffe auf einigermaßen sportlich-durchtrainiert.

Und jetzt hier im Niederlandeurlaub habe ich auch wieder den Wunsch, Fahrrad zu fahren. Hier ist alles eben, klar, man hat Gegenwind, aber es ist machbar. Und das wäre es auch in Gouville. Und von einem Partner wünsche ich mir, dass wir ein gemeinsames Ziel haben, etwas, dass wir beide wollen, und an dem wir gemeinsam arbeiten, wie z.B. das Wochenendhäuschen. Nur Abhängen auf dem Sofa reicht mir definitiv nicht dauerhaft, also wenn ich wieder weniger Energie ins Rumschleppen der Pfunde versenken muss, sollte da schon auch noch etwas anderes sein.

Dienstag, 27. Januar 2026

Dienstag, mitten in der niederländischen Pampa

Gestern übrigens: 


Das ist meine bisherige Bestleistung mit Tracking durch die Uhr. Und ich habe erstmalig fast mein KM-Ziel erreicht. Aber es gab auch ein kleines Stück Kuchen und 'richtiges' Essen. Was allerdings weniger schön war, war das Abrutschen des Blutzuckers. Auf einmal habe ich Sternchen gesehen, aber das war mit einem halben Glas Spezi schnell vorbei. Dennoch sollte ich ab jetzt immer Traubenzucker in der Tasche haben, für alle Fälle. Ansonsten waren wir irgendwie geschafft und durchgefroren und deswegen früh im Bett, obwohl die Fahrt diesmal trotz unschönen Wetters richtig gut geklappt hat und wir sogar so viel zu früh waren, dass wir noch einkaufen waren, um Zeit zu überbrücken.

Meine am Sonntag über eine Plattform für gebrauchte Kleidung gekauften Oberteile sind in einem völlig falschen Paketshop gelandet, irgendwo in NL. Mal sehen, ob ich die noch irgendwann bekomme. Schade, wenn es nicht klappt, denn die hätte ich schon gern gehabt.

Ansonsten merke ich jetzt schon, dass mir die Distanz gut tut, die Gedanken gehen in andere Richtungen, fokussieren sich mehr auf die Zukunft. Ich habe sogar schon meine Liste der 100 Dinge, die ich noch machen möchte, ergänzt. Bin jetzt immerhin schon bei 82 Punkten, und eine Handvoll haben sogar schon einen Erledigthaken. Dazu passt, dass Isa mich zum Nachdenken gebracht hat. Was habe ich mir im Leben alles verbaut, welche Chancen habe ich nicht genutzt, wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich nicht in die Essstörung abgerutscht wäre? Was davon kann ich noch ändern, was ist unwiederbringlich verloren? Auch dazu werde ich mir bei passender Gelegenheit nochmal Gedanken machen.

Was ich am Aufenthalt in einem Ferienhaus immer wieder spannend finde, ist die Tatsache, das man hier so leicht Ordnung halten kann. Klar, hier gibt es viel weniger Zeug, aber trotzdem. So möchte ich das auch daheim haben. Und was mir auch auffällt: ich stehe viel schneller mal auf, um etwas zu holen oder wegzuräumen. Und ich habe mit dem Gasherd gekocht - wieder eine Furcht überwunden!


Montag, 26. Januar 2026

On the road again

Faule Tage tun mir nicht so wirklich gut. Schlechtes Gewissen plus nicht genug Bewegung sind eine unschöne Kombination. Und heute muss ich dafür dann doppelt ran, denn um spätestens halb eins muss ich im Auto sitzen, wenn mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht. Aber um die Zeit sollte das eigentlich kein Thema sein. Bis dahin muss noch restliches Packen, Katzenklo frischmachen und eben fix oberflächlich Staubsaugen erledigt sein. Dann stehen erstmal ein paar Tage Auszeit an - kein Aufräumen, kein Putzen und hoffentlich auch mal ruhig Schlafen, lecker essen, puzzeln, Hunderunden, kleine Ausflüge und Lesen.

Fakt ist, ich mag die Version von mir nicht, zu der ich in der Gesellschaft der Miesmuschel geworden bin. Das negative Denken, alle nutzen einen nur aus, das Lästern über Mitglieder des Freundeskreises - das alles bin ich nicht, aber ich habe mich leider irgendwie ein bißchen anstecken lassen. Es wird mir hoffentlich eine Lehre sein, auch, dass ich das nicht mehr so hinnehme, speziell wenn es um Menschen geht, die ich mag. Dazu kommt, dass Katha gestern zu mir gesagt hat, dass ich ja auch nichts mache, um die Freundschaft zum Besten zu retten. Ich überlege nun wirklich, ob ich mir diesen Schuh anziehe. Ich habe mich zweimal bei ihm gemeldet, einmal ohne Antwort, einmal mit einer läppschen Kurzantwort seinerseits. Tja, bin ich denn nun wirklich diejenige, die alles kitten muss wenn ich nicht mal weiß, ob das erwünscht ist? Vielleicht nach der Auszeit.

Was ich diesen Winter wieder nicht gemacht habe ist Schlittenfahren. Ich habe keinen Schlitten, aber das ist nicht das Problem (Augen nach dem Winter aufhalten, den bekomme ich bestimmt günstig gebraucht, ich hätte aber auch schon einen auf der Wunschliste, zusammen mit wasserfesten Winterhandschuhen). Aber was ist wenn ich stürze? Wie komme ich vom Boden wieder hoch? Schaffe ich es, den Berg hochzugehen? Aber ich möchte das so gerne nochmal machen. Und ich bin definitiv nicht zu alt dafür, basta!

Als nächste Routine führe ich den Freitagabend (und falls Freitag belegt ist, den Donnerstagabend) als  Beautyabend ein, quasi als Vorbereitung aufs Wochenende.



Leckerer Apfelkuchen - dafür liebe ich Urlaub in NL!

Sonntag, 25. Januar 2026

Sonntag, verdammter Sonntag

Es läuft jeden Tag besser damit, Dinge immer sofort nach dem Benutzen fortzuräumen. Allerdings setzt das voraus, dass sie bereits einen Platz haben, an den sie gehören. Und dieser Platz auch schon sortiert und aufgeräumt ist. Denn an manchen Ecken ist es eher noch eine Sammlung, die ich da aufhäufe, quasi thematisch vorsortiert zum späteren ordentlichen Einräumen. Aber trotzdem: ich bin viel weniger faul was Liegenlassen angeht und das macht schon einiges hier leichter in Ordnung zu halten. Hätte ich doch nur eher damit begonnen, aber es nutzt ja bekanntlich nichts, über verschüttete Milch zu jammern.

Neu in meiner täglichen Ernährung ist Hüttenkäse, von dem ich hoffe, dass er wirklich so gesund ist, wie er angepriesen wird. Momentan esse ich den noch mit Obst und Müsli, als eiweißreiches Abendessen, aber ich würde gern noch andere Rezepte ausprobieren, mehr in die herzhafte Richtung. Und es scheint irgendwie zu funktionieren, denn ich war heute auf der (alten) Waage. Nur noch zwei Kilo minus und ich bin unter 150 Kilo. Das ist/war so lange mein nächster riesengroßer Meilenstein. Das will ich jetzt einfach schaffen, dann habe ich insgesamt 70 Kilo weg, ohne OP, ohne Spritze, nur mit FdH und mehr Bewegung. Und ich will übrigens einfach mal glauben, dass der Hüttenkäse wirkt, denn so krass lecker finde ich den leider nicht. 



Wieder mal frage ich mich, tut es mir gut, auf einer Dickenplattform zur Partnersuche unterwegs zu sein oder ist das eher kontraproduktiv und ich sollte sie zum Kontakthalten und Weggehen mit lieben Menschen nutzen, die ähnliche Probleme haben wie ich? Auch mit den Überlegungen muss ich mich jetzt dringend auseinandersetzen. Denn eigentlich würde ich wirklich gerne jemanden offline kennenlernen, ganz klassisch beim Ausgehen abends oder von mir aus auch im Supermarkt, aber dann sind wir wieder bei dem erwähnten Problem: so dick wie du bist, interessiert sich kein Mann für dich.

Carla hat mich etwas gefragt, das mir zu denken gegeben hat, nämlich, was der Beste getan hat, um mir die Hand entgegenzustrecken und etwas dafür zu tun, unsere Freundschaft zu erhalten. Und was soll ich sagen? Er hat (bisher) nichts dafür getan. Nun muss ich mir überlegen, wenn was oder ob ich überhaupt noch etwas machen werde. Ich habe einen Brief an ihn geschrieben, habe ihm diesen aber (noch?) nicht geschickt. Ich weiß nicht, ob ich derzeit die Kraft habe, mit der Reaktion oder eben auch Nicht-Reaktion darauf umzugehen, denn ich möchte mich eigentlich nur auf mich konzentrieren in meiner Auszeit, auf mein persönliches Wachstum, auf mein Ziel. Ich bin gerade so motiviert, mir ist es so wichtig, nicht weiter auf der Stelle zu treten, da sollte ich keine Energie in etwas stecken, das mich eventuell zurückwirft. Und mir auch definitiv mal überlegen, was an dieser Freundschaft gut ist, und warum ich sie nicht aufgeben mag. Allerdings habe ich ein bißchen die Befürchtung, dass die Bilanz nicht ganz so positiv ausfällt.

Ich freu mich inzwischen richtig auf die Garten(um)gestaltung. Mir ist wichtig, dass es auf jeden Fall in Richtung insektenfreundlich geht, aber auch Igel und Vögel sich hier wohlfühlen. Ich möchte einen Bauerngarten, mit Obst zum Naschen, ein bis zwei schöne Sitzecken, die nicht sofort einsehbar sind, mein altes Kinderhäuschen oder den ehemaligen Hühnerstall zum Wohlfühlrefugium umgestaltet, die Liegebank oben auf dem Ausguck aufgestellt, eine kleine Outdoorküche und eine Feuerstelle. Total easy also!

Samstag, 24. Januar 2026

Die alte Haut abstreifen,

denn sie passt einfach nicht mehr so wirklich gut. Und es fühlt sich gerade tatsächlich so an als würde ich Teile meines alten Ich's abstreifen und die Teile freilegen, die in mir schlummern und die so richtig gut sind. Ich weine noch ziemlich oft, während ich mit alten Automatismen und Verletzungen abschließe, die zum größten Teil noch aus meiner Kindheit und Jugend stammen. Da gibt es z.B. Aussagen wie "Du hast so ein hübsches Gesicht, wenn du nur abnehmen würdest", "so dick wie du bist, will dich nie ein Mann", Spitznamen wie "Hippo" und noch so vieles anderes, was mit meinem Gewicht zu tun hat und die anerzogene Essstörung noch so viel verschlimmert hat. Außerdem das Thema (Leistungs-)Erwartungen und als Strafe Nichtbeachtung und offen gezeigte Enttäuschung, wenn diese nicht erfüllt wurden. Aber hey, es waren nicht meine Erwartungen, also bin ich nicht dafür verantwortlich, dass jemand anders enttäuscht ist.

Ich habe mir schon vor einer Weile vorgenommen, fremden Menschen öfter mal ein Kompliment zu machen oder Hilfe anzubieten, also z.B. ein Foto von ihnen zu machen, wenn der Arm nicht lang genug für ein Selfie ist. Heute habe ich einer netten älteren Dame im Lidl das Kompliment gemacht, dass sie gut riecht. Erst hat sie es mit Haarspray abgetan, aber dann hat sie sich richtig und ehrlich darüber gefreut und sich überlegt, was es ist, das gut riecht. Wir haben noch ein bißchen gequatscht, bis ich mit Bezahlen dran war. Ich möchte wirklich versuchen bzw. dazu beitragen, die Welt ein bißchen schöner und bunter zu machen. Dazu passt, dass ich beim Spazierengehen oft einen total netten älteren Herren treffe. Er verabschiedet sich immer mit Varianten von "und immer fröhlich und glücklich sein". Das ist so herzerwärmend 💓, auch heute wieder!



Jahresanfang ist zum Abgewöhnen. Die ganzen Rechnungen, die ins Haus flattern, sind echt übel. So langsam weiß ich nicht mehr, wo ich noch Geld hernehmen soll. Aber auch da habe ich schon einen Plan, den ich nach dem Urlaub auch ziemlich bald umsetzen werde (Hypothek). Und ich werde weiter so hart sparen wie ich kann und Dinge verkaufen. Anders geht's leider nicht. Und darauf hoffen, dass sich noch mehr Nachhilfen ergeben.

Claudi hat gefragt, ob wir im Urlaub mal schwimmen gehen (im Ferienpark gibt es ein Schwimmbad). Ich habe also tapfer Badeanzüge anprobiert und gsd einen gefunden, der mir passt und mit dem ich mich in der Öffentlichkeit blicken lassen kann (und auch gleich einen zum Verkaufen aussortiert!). Mal sehen, ob ich mich das dann auch wirklich traue, sicher bin ich mir da nämlich nicht. 

Außerdem habe ich heute mal die aktuelle Kammer des Schreckens aka die Fernsehhöhle geöffnet. Es ist erstaunlich, wie viel Zeug ich dorthinein gestopft bekommen habe, das wird noch lustig, wenn ich die leerräumen werde.



Freitag, 23. Januar 2026

Volle Fahrt in Richtung Wochenende!

Erzählte ich schon, dass ich mir eine neue Waage bestellt habe? So eine, die alles mögliche misst und mit der man Erfolge und Misserfolge per App dokumentiert? Ich glaube, ich erwähnte es gestern bereits. Warum habe ich das gemacht? Ich glaube, durch vorherige Posts kann man erraten, dass ich dieses Jahr weiter an Gewicht verlieren will. Was ich früher locker ausgleichen konnte, schaffe ich jetzt halt nicht mehr. Mein rechtes Knie knackst ziemlich und schmerzt auch an und an ziemlich, speziell, wenn ich länger in Ruhestellung war oder bergauf gehe. Und da ich ja mehr am Leben teilhaben UND vor allem mehr mit dem Hochbegabten unterwegs sein möchte, muss ich zusehen, dass ich es entlaste. Außerdem möchte ich jetzt wirklich mein nächstes Ziel erreichen, das sind gerade mal noch 3.5 Kilo (dank der neuen Waage sind es 4.0 Kilo). So wenig habe ich gefühlt das letzte Mal letztes Jahrtausend gewogen. Da ich ja offen über meine Probleme sprechen möchte, werde ich jetzt hier auch meine Daten einstellen, als Erinnerung und Ziel, so viele Zahlen wie nur möglich in den grünen Bereich zu bringen!



A!so Pimp my body - auch da ist noch an einigen anderen Stellen einiges an Luft nach oben. Ich mache gerade mal die Basics wie Duschen und Zähneputzen. Aber Eincremen, Schminken, Nägel lackieren,...? Fehlanzeige! Ich fühle mich so nicht wohl in meiner Haut, weiß aber nicht so recht, wie ich das ändern kann. Eigentlich sollte ich jeden Abend eine halbe Stunde dafür freilassen, aber zur Zeit bin ich abends einfach groggy. Noch schnell etwas essen und dann Feierabend. Am liebsten wäre es mir, wenn ich die Reihenfolge erst Selfcare, dann Abendessen, dann Feierabend etablieren könnte. Darüber muss ich mir jetzt wirklich mal Gedanken machen, wie das zur Routine wird.

Meine Essstörung belastet mich zur Zeit weniger. Essen ist aktuell kein Trösterle. Kein Grasen zwischendurch, sondern drei Mahlzeiten pro Tag und zwischendurch die Bauchspeicheldrüse möglichst in Ruhe lassen. Das tut dem Diabetes echt gut, Ich bin komplett aus dem Durst-Durst-Durst raus. Und damit auch aus den unruhigen Nächten, in denen ich alle zwei Stunden auf die Toilette gehen musste (klar, wenn man am Tag fünf Liter Wasser trinkt). Ich weiß, dass das Essverhalten auch wieder umschlagen kann, aber auch das ist ja ein Lernprozess. Dem Essen weniger Wichtigkeit zu verleihen, sondern es mehr als Treibstoff für den Körper anzusehen, und der sollte möglichst hochwertig sein. 

Aus dem, was mich aktuell doch noch beschäftigt, nehme ich mit, nichts zu versprechen, was ich eventuell nicht halten kann. Das habe ich viel zu oft im Leben gemacht, speziell bei meiner Mutter, einfach um meine Ruhe zu haben, wohlwissend, dass das hinterher wegen Nichterfüllung im Knatsch enden wird.

Hunderunde war heute kurz, ich hab hier schon viel gewerkelt gehabt und war irgendwie nicht gut beieinander.



Donnerstag, 22. Januar 2026

Magnolie aus Platin

Wir (also der Hochbegabte und ich) gehen ja nun wieder regelmäßig/täglich unsere Runde. Seitdem ist er ausgeglichener, hungriger und schläft auch wieder besser. Leider hat er sich in letzter Zeit das Bellen angewöhnt, also auch nachts, da muss ich dringend dran arbeiten. Momentan versuche ich, nicht darauf zu reagieren und hoffe, dass er kombiniert, dass er mit Bellen keinen Erfolg hat, aber mit Stillsein. 




Ich hatte endlich endlich mit ein bißchen Gartenarbeit begonnen, und zwar damit, das Schilf rund um den Gartenteich kleinzuschneiden und den Efeu an der Mauer zur Straße hin runterzuschneiden.  Ab jetzt werde ich jeden Tag, an dem es nicht regnet, damit weitermachen, denn es sollte wenigstens zur Straße bin schon mal ein bißchen ordentlicher aussehen. Zumindest, soweit ich das irgendwie schaffe. Grünabfall zur Deponie zu bringen kostet 5€/3m^3, das werde ich dann wohl machen müssen, um endlich die Brombeeren am Weiterwachsen zu hindern. 

Mir gibt der gestrige Gedanke, emotional stark genug zu sein, Konfrontationen auszuhalten, einiges an Boost für mein Selbstwertgefühl. Ich muss nicht immer diplomatisch sein, ich darf kantig und sperrig sein und vor allem auch ehrlich. Es funktioniert nicht, wenn ich mich komplett zurücknehme, damit es anderen gut geht, wenn ich dabei auf der Strecke bleibe.

Und jetzt noch drei Sachen zum Freuen: 1. die Anzeige auf der Waage bewegt sich endlich in die richtige Richtung, also habe ich es gewa(a)gt (scnr) und mir eine neue Waage mit Körperfettmessgedöns bestellt. 2. Das Gleich-Wegräumen gelingt mir inzwischen deutlich besser! 3. Ich habe mehr Energie und Durchhaltevermögen, nur Stillstehen fällt mir noch ziemlich schwer, das tut weh und ermüdet mich rasch.

Die nächsten zwei Punkte, die ich angehen werde, sind einmal meine Fingernägel, da werde ich täglich mit Nagelhärter rangehen (müssen). Und außerdem will ich mir das Schlingen abgewöhnen, also gründlich kauen und mir Zeit nehmen fürs Essen.

Werde ich wohl in einem Jahr an diese Zeit zurückdenken und mich fragen, warum das alles gerade so schwer für mich war? Dass ich mich seitdem zum Positiven und in die Richtung, in die ich wollte, verändert habe? Habe ich viel Ballast abgeworfen, physisch, mental und überhaupt im Leben? Gibt es einen Lieblingsmenschen? Bin ich sowohl das Cabriobunny als auch die Glucke geworden? Ist aus der Idee des Ankerplatzes ein realer Ankerplatz geworden?

Mittwoch, 21. Januar 2026

Der Schorf muss ab!

Ich, aktuell. Es gibt nur ganz wenige Menschen, mit denen ich zur Zeit reden mag. Also über das Oberflächliche hinaus. Ich brauche gerade die Zeit für mich und es tut mir auch leid, dass ich mich so zurückziehe und anderen keine Chance gebe. Was aber auch wieder da ist, ist der Wunsch, mal wieder rauszugehen, ins Pub oder so. Nicht unbedingt Essengehen, aber irgendwo was trinken und quatschen. Vielleicht nach den paar Tagen in NL, mit Christian oder der Pommesschwester. Aber nichtsdestotrotz habe ich Carla und Dirki für Ende Februar zu mir eingeladen. 

Katha hat den Wunsch geäußert, mich im Februar besuchen zu wollen. Es ist ein gutes Zeichen, dass mich das nicht in Panik versetzt, wegen der ungeputzten Wohnung. Denn bis dahin habe ich das ohne Zweifel im Griff. Ich weiß noch nicht, wie sich das Thema Essengehen bis dahin anfühlt, aber das bekommen wir bestimmt irgendwie hin. 

Heutige Hunderunde oben am Hornissennest.


Und was mich überrascht hat: wenn man ein Stück weitergeht, kann man sogar mein Haus sehen am Berg gegenüber.




Außerdem wird mir gerade bewusst, wie stark ich eigentlich mental bin. Und wie schwach es ist, sich per Messenger aus der Affaire zu ziehen. Total konfliktscheu. Und Sachen nicht zu klären. Ich bin sehr erleichtert, dass ich das inzwischen gelernt habe und Angelegenheiten ausdiskutieren kann, auch wenn ich derzeit ja nun wirklich extrem nah am Wasser gebaut bin. Es ist nicht angenehm, aber man hat entweder eine Richtung oder einen Abschluss. 


Dienstag, 20. Januar 2026

I'm wasting no more time

Erstes Level freigeschaltet, heute bin ich eine halbe Stunde am Stück mit Bosse gegangen, insgesamt 1.77 km laut der Uhr. Die letzten fünf Minuten war ich dann aber echt froh, dass das Auto immer näher kam, zumal es doch noch recht frisch war und an einer Stelle zudem sauglatt und ich ja ziemliche Angst davor habe, zu stürzen. Aber so kann es wirklich weitergehen, Ich werde auf jeden Fall alles dafür tun, dass ich durchhalte - und weitere Level freischalten kann ;)

Momentan ist das Gefühl, so vieles im Leben verpasst zu haben, wieder sehr stark. Und ich möchte einfach nicht noch mehr verpassen, wenn es irgendwie geht. Aber ist es richtig, dass ich das Verpassen so am Übergewicht festmache? Ich fürchte, es liegt eher daran, dass ich ein Angsthase bin und (noch) kein Cabriobunny. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie man mutiger wird!

Montag, 19. Januar 2026

Arsch huh und so

Und Nase auch hoch, auch wenn der Hals dreckig ist! Aber zur Zeit bin ich das totale Crybaby. Mich bringt einfach alles mögliche zum Heulen. Aber warum? Ich fühle mich gerade so verloren, ohne einen Ankerplatz im Leben. Ich frage mich, wie, wo und ob überhaupt ich den finden kann oder ob ich gar mein eigener Ankerplatz bin, was ich stark vermute bzw befürchte. Denn den stabil zu machen wird viel Kraft kosten. Von der ich allerdings weiß, dass ich sie habe, sie ist halt nur ein bißchen verschütt gegangen unter all dem Speck. Und wie wir Kölner so schön sagen: ett es noch immer jot jejange!

Die Hunderunde haben wir  heute oben am Umsetzer gedreht, es war richtig fies kalt. Aber ich bin bis in den Wald runtergangen, so weit war ich schon lange nicht mehr unterwegs dort. Danach noch Verwerter und Einkaufen, ich habe mir mal ein paar leckere Sachen gegönnt, denn der Appetit ist definitiv wieder da. Jetzt heißt es, über Bewegung ins Kaloriendefizit zu gehen. 

Sonntag, 18. Januar 2026

Zurücknehmen, Runterfahren, Selbstzentrieren

Ich würde mich selbst eigentlich als ruhig und introvertiert bezeichnen, eher still, den anderen zuhörend, zumindest im realen Leben. Im Netz bin ich quirlig und gern mal ein bißchen drüber. Und wie Isa so schön sagt 'ein Glücksbärchi', beinahe immer positiv eingestellt, eine Einstellung, die ich auch im Leben meist habe. Trotzdem muss ich aufpassen, anderen nicht mit meinem Überschwang auf den Geist zu gehen, nicht versuchen, ihnen etwas überzustülpen, nur weil ich gerade so positiv gestimmt bin. Meine Gedanken und Pläne werde ich also erstmal hier im Blog festhalten und versuchen, gegenüber anderen zurückzuhalten, was so in mir tobt.

Und mir wird immer klarer, was mein Fehler war: ich habe das geglaubt, was mir erzählt wurde, im Alkoholüberschwang. Es war so bunt wie das, was ich im Kopf habe. Aber es hat der Realität nicht standgehalten. Und als das dann wegfiel, da blieb nicht mehr so viel übrig, an dem ich festhalten konnte und ich habe meine Träume nur noch mit mir selbst abgemacht.

Ich bin gerade etwas mutlos wenn ich an den Garten denke, der ist noch zigmal schlimmer als meine Wohnung. Keine Ahnung, wie ich den in den Griff bekommen kann, aber vermutlich mit der gleichen Taktik wie beim Wohnungsputz. Irgendwo anfangen und dann beihalten. Immer alles gleich wegräumen. So pflegeleicht wie möglich gestalten. Das trainiere ich mir gerade sehr hart an: immer gleich alles wieder wegzuräumen, was ich benutzt habe. Gar nicht erst wieder Chaos entstehen zu lassen. Es ist anstrengend, geht mir aber hoffentlich irgendwann in Fleisch und Blut über.

Im Moment bin ich viel im Gästezimmer am werkeln. Als nächstes baue ich dort die TV-Bank auf, damit endlich die beiden Kartons aus dem Weg sind. Ich weiß nicht, wie oft ich die jetzt schon von A nach B geräumt habe, aber definitiv zu oft! Dann nur noch die Deckenlampe und ich bin dort auf dem aktuellen Stand und muss nur noch den Putzplan einhalten. Und irgendwann Fotos ausdrucken und meine Erinnerungswand starten, aber das hat Zeit.


31 von 34 Arbeitsschritten sind bislang geschafft, der Rest muss warten, weil ich am Sonntag nicht mit dem Hammer arbeiten will. Aber hey, bisher habe ich das alles gut alleine hinbekommen, ich kann also wirklich zufrieden mit mir sein.

Samstag, 17. Januar 2026

...und jede Menge Lachen!

Das wünsche ich mir von diesem Jahr, ach eigentlich ab jetzt für immer! Einfach glücklich fühlen, so oft es nur geht. ❤

Heute dann Termin fürs Schadstoffmobil, das darf ich nicht vergessen. Ich bin echt erstaunt und froh, von wie vielen Dingen ich mich inzwischen lösen kann. Ja, sie haben Geld gekostet, aber bis ich sie benutze (-n könnte), sind sie allein schon durchs Alter oft unbrauchbar. Und jetzt noch mal für die Blonden: der Termin war gestern, also neuer Versuch beim nächsten Termin. Ärgerlich!

Carla hat mir heute ein Video geschickt, in dem es darum ging, dass manche Menschen, auch wenn sie nicht so behandelt werden wie sie es sich wünschen, trotzdem nett bleiben, und damit immer wieder verletzt werden. Ich bin so ein Mensch. Ich strecke immer wieder die Hand entgegen, bis es irgendwann so weh tut, dass ich komplett dichtmache. Dann auch Menschen gegenüber, die es eigentlich nicht verdient haben. Und deswegen ist es gut, wenn ich es jetzt jeden Tag ein bißchen mehr schaffe, mich von den Menschen zu lösen, die nur Schönwetterfreunde sind.

Hunderunde heute bei strahlendem Sonnenschein oben am Umsetzer: 




Es tut so gut, wieder ein bißchen mobiler zu sein und das ab jetzt möglichst Tag für Tag ein bißchen weiter auszubauen! Und auch der Hochbegabte genießt das total, er hüpft glücklich übers Feld und durch den Wald, kommt mir aber immer hinterher, wenn ich langsam vorausgehe und ihm der Abstand zu groß wird. Er ist einfach ein toller Hund!

Ich möchte eine Schaukelbank haben, so wie die im Lieblingscafe. Ich muss das mal weiter überdenken, wie das zu realisieren ist und wo. Aber jetzt erstmal gute Nacht virtuelle Welt!



Freitag, 16. Januar 2026

Was bin ich mir eigentlich selbst wert?

Anscheinend nicht genug, wenn ich mein inneres Glücklichsein von anderen Menschen abhängig mache. Schade eigentlich, denn so ein mieser Mensch bin ich eigentlich gar nicht, hoffe ich zumindest. Ich bin nur leider viel zu sehr damit beschäftigt, mich selbst runterzuputzen, anstatt mal auf die Menschen zu hören, die wirklich tolle, persönliche Dinge über mich sagen. An meinem Selbstbewusstsein diesbezüglich muss ich mehr als dringend arbeiten. Gestern hat Christian mir wieder gesagt, dass ich als Freundin und als Mensch toll bin. Aber wie nah lasse ich ihn und andere wirklich an mich heran? Eigentlich habe ich gerade nur zwei Freundinnen, die auch zuhören können. Ich bin ihnen sehr dankbar, dass sie mich immer wieder aufrichten. Jetzt muss ich es nur noch selber glauben.

Eine weitere Entscheidung loszulassen habe ich noch getroffen: meine Bücher aus Studienzeiten stauben immer weiter ein. Bis auf ganz wenige werde ich sie abgeben, ich schaue ja doch nicht mehr hinein und Platz ist Mangelware, auch in meinen Bücherregalen. Ein weiterer Schritt zur Verarbeitung alter Fehler.

Die Hunderunde habe ich heute spontan oben am Golfplatz gemacht (Runde ist es ja gar nicht, nur einmal hin und den gleichen Weg wieder zurück), aber immerhin einen guten Kilometer lang. Das große Ziel ist auch hier schon gesteckt: 6 Kilometer sollen am Ende des Jahres machbar sein. Ich würde gern die Petersbergrunde schaffen (Hornissennest - Umsetzer - durchs Dorf runter), erst die kleine, dann die große Tierheimrunde und die große Runde in Wipperfeld bzw. die mit dem steilen Anstieg.



Irgendwie sind heute Abend alle unterwegs. Ich würde jetzt gerne im Pub sitzen, in einer stillen Ecke, und Leute beobachten. Und bloß nicht reden müssen. Stattdessen werde ich mir die Decke über den Kopf ziehen und mir Gedanken über meinen Garten machen.



Donnerstag, 15. Januar 2026

Sonnenscheintag

Gestern habe ich nicht wirklich viel geschafft, da muss ich heute dringend wieder eine Schippe drauflegen. Eine Liste mit den nächsten sinnvollen Schritten habe ich mir bereits geschrieben, die werde ich jetzt leerarbeiten.

Bei meiner Fitnessuhr kann man Ziele angeben. Ich möchte jetzt erstmal eine Woche lang jeden Tag 5000 Schritte schaffen, danach erhöhe ich jeweils wöchentlich um 500 Schritte. Die Hunderunde hat als erstes Ziel 2000 Schritte, 1200 waren es heute oben am Umsetzer. Es war richtig schön, wir haben Peter und Maja getroffen, das tut Bosse gut, wenn er ein bißchen toben kann und ich habe den Weg über nett geplaudert. Auf dem Heimweg dann noch Leergut und Altkleider weg, jetzt ist das Auto wieder leer, muss auch, denn am Samstag möchte ich Sachen beim Schadstoffmobil abgeben.



Zur Zeit putze ich das Gästezimmer Stück für Stück, heute habe ich unter anderem die Urnen von Muck und Elliot poliert. Da ist dann doch das ein oder andere Tränchen gekullert. Jetzt werde ich dort noch, sobald ich drankomme, eine Kerze im Glas aufstellen. Denn vielleicht werde ich doch in dem Zimmer ab und an fernschauen oder am Ende doch nochmal die Zimmer tauschen, Ich weiß es noch nicht. Auf jeden Fall werde ich die TV-Bank aufbauen und in diesem Zimmer aufstellen, sie passt vermutlich/hoffentlich entweder ans Fußende oder unter den Fernseher, das würde die fehlenden Fußleisten einigermaßen verdecken.

Heute habe ich im Radio I will survive gehört und das hat mir so unfassbar aus der Seele gesprochen. Ich bin kein verhuschtes Mäuschen, Ich bin ein starkes Bunny!

Mittwoch, 14. Januar 2026

Müde, nicht nur wegen Schlafmangel

Wenn die Seele müde ist. Ich bin müde, mich immer wieder neu auf jemanden einzulassen (beziehungstechnisch), immer wieder die gleichen Kennenlerngespräche, das gleiche Faktenaustauschen, die gleichen Ängste, die gleichen Enttäuschungen. Ich bin nun echt kein neidischer Mensch, aber warum schaffen das alle anderen und ich nicht? Das frustriert mich gerade so dermaßen. Für heute nehme ich mir übrigens vor, keine einzige Träne zu weinen. Ich bin insgesamt viel zu offen, zu anhänglich bei manchen Menschen geworden. Ich möchte mein Schneckenhaus zurück. Und das ist so undankbar, denn es zeigen mir so viele Menschen, dass sie mich in ihr Herz geschlossen haben, dass sie mich vermissen, dass sie gerne Zeit mit mir verbringen. Aber ich kann gerade nur ganz wenige Kontakte zulassen. Es kostet mich zu viel Kraft, für alle dazusein. Und bei einigen werde ich jetzt einfach abwarten, ob sie sich melden, aber dann nur reagieren und versuchen, so wenig wie möglich von mir preiszugeben. 

Weihnachten hatte ich mir ein Kleid bestellt (ich hatte noch einen Gutschein), heute kam die Nachricht, dass es nicht lieferbar ist, nicht schlimm, so gerne wollte ich es nicht haben. Mit würde eine Rückerstattung angeboten, die ich auch angenommen habe, und irgendwie kam die dann nur in der Höhe von einem Drittel des Preises, den ich bezahlt hatte. Und diesmal habe ich es nicht geschluckt und unter Lehrgeld verbucht, sondern gemailt und siehe da, der Differenzbetrag zum Kaufpreis wurde auch noch erstattet. Ein kleiner Erfolg!

Die Hunderunde habe ich heute mit neuen Schuhen (Hikingboots) absolviert, mögen sie mich (und den Hochbegabten) dieses Jahr viele Kilometer begleiten. Ich freue mich sehr darauf, mit ihm wieder ausgiebig durch die Gegend streifen zu können und dafür brauche ich Schuhe mit ordentlichem Profil. Und es tut mir einfach so gut, mich draußen zu bewegen, mir den Kopf freipusten zu lassen, durchzuatmen. Ich hätte es nicht gedacht, aber ich brauche das einfach. 

Und: meine Lieblingsjeans ist mir jetzt definitiv zu weit. Für Spaziergänge geht's noch, aber ansonsten muss ich mir eine andere Lieblingshose suchen. 


Dienstag, 13. Januar 2026

Aufgeben ist nicht!

Endlich tut sich wieder etwas auf der Waage. Gestern war ich zugegebenermaßen doch etwas frustriert über die leichte Zunahme (Montag ist mein Wiegetag, da tracke ich dann auch mein aktuelles Gewicht), aber das war heute dann alles wieder weg und hat sogar noch ein bißchen etwas mitgenommen. Die aktuellen fünf Kilos haben den Titel "Urlaubskilos", denn eigentlich wollte ich sie bis dahin los sein, aber das wird wohl nicht klappen. Trotzdem, jedes Pfund weniger macht mein Leben leichter. Und ich habe wirklich vor, die Liegestützenwette zu gewinnen!

Ich mache mir zur Zeit Gedanken darüber, ob es nicht total kontraproduktiv ist, bei RF zu flirten und 'schlimmstenfalls' dort jemanden zu finden, für den ich mich mehr interessiere als nur virtuell. Denn das steht meinen Plänen komplett gegenüber. So gehe ich die Schritte zu meinem geplanten Ziel in der falschen Reihenfolge. Und am liebsten würde ich offline jemanden kennenlernen, aber ich habe keine Ahnung, wie ich das anstellen soll. Das muss vermutlich warten, bis ich richtig das Cabriobunny bin.

Ich hasse es so sehr, so weinerlich zu sein. Jeder Gedanke an meine Unzulänglichkeiten bringt mich zum Flennen. Meine Augen werden überhaupt nicht mehr groß. Warum hat meine Mutter mir statt Selbstvertrauen Selbstzweifel eingeimpft? Das permanente Gefühl, nie so gut wie wer anders zu sein, immer im Vergleich zu sein. Ich wäre eine wirklich gute Sekretärin geworden, aber das war nicht erfolgreich genug. Stattdessen kann ich ein abgebrochenes Studium und keinerlei Beruf vorweisen. Aber daran kann ich hoffentlich etwas ändern sobald ich körperlich fitter bin.

Wenn ich nicht zu schwer beladen bin, komme ich die Treppe zum Speicher übrigens inzwischen ganz gut hoch, zwar mit festhalten, und runter auch mit Stabilisieren wieder im Wechselschritt. Definitiv ein Fortschritt! Und vielleicht knacke ich ja heute auch mein-5000-Schritte-Ziel.



Beim Putzen kann man die Gedanken schweifen lassen. Ich habe vorhin noch den zweiten weißen Korb im Eingansbereich geleert und festgestellt, wie rumpelig es aussieht, wenn man aufs Haus zugeht. Das werde ich definitiv als erstes in Ordnung bringen. Am Samstag ist Schadstoffmobil, da werde ich schon ein paar Sachen abliefern können, einen Container für kleinen Elektroschrott habe ich am Schwimmbad entdeckt und der Kartonmüll ist schon im Auto. Läuft also auch an. Wenn der Eingangsbereich ordentlich ist, geht's erst mal mit der Auffahrt, der Mauer und der Parklücke weiter, und zwar je nach Platz in der Biotonne.

Stronger than the storm!

Montag, 12. Januar 2026

Frostbeulenwetter ade!

Heute dann endlich der Wetterumschwung. Es hat zwar noch minimal nachgeschneit, aber das ist zu vernachlässigen. Trotzdem, und das finde ich gut, bleibt es heute bei Distanzunterricht und Homeoffice, wenn irgendwie möglich, denn die Straßenverhältnisse sind nicht ohne.

Ich versuche wirklich, tapfer zu sein, aber es fällt mir so so schwer. Mein Selbstbewusstsein ist ziemlich angekratzt, dabei weiß ich in mir drin, dass es dafür keinen Grund gibt. Ich habe mich nie verstellt oder vorgegeben, etwas zu sein/machen/zu können, was ich nicht schaffe oder nicht bin. Und diese auf einmal übrige, ungefüllte Zeit ist auch schwer zu ertragen. 

Dafür bin ich sehr zufrieden damit, dass ich mich schnell daran gewohnt habe, die Fitnessuhr zu tragen. Weniger schön ist zwar, was sie mir über meinen Schlaf verrät (nahezu keinen Tiefschlaf), aber mein Puls hat sich echt verbessert, auch unter "Belastung". Heute übrigens 4000+ Schritte, das ist für meine Verhältnisse super.

Es fällt mir übrigens echt schwer, nicht aufzuessen, auch wenn ich längst satt bin. Heute war es die zweite Brötchenhälfte, die einfach zu viel war. Und ich hasse es, Lebensmittel zu verschwenden. Trotzdem konnte ich sie heute liegenlassen. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Zu viel gekochtes Essen ist da einfacher, das kann ich am nächsten Tag nochmal warmmachen. Ganz weglassen kann ich zur Zeit Fast Food, das lockt mich überhaupt nicht. Jetzt muss ich wieder ans Gemüseessen kommen, da nervt mich die Schnibbelei vorher, wenn's dann einmal im Topf oder der Pfanne ist, ist es ja ruckzuck fertig. Also, Zucchini und Paprika dennoch da, die sind morgen fällig.


Sonntag, 11. Januar 2026

Ankerplatz

Ich überlege mir, was und wie ich sein möchte. Ich glaube, "Ankerplatz" geht schon in die richtige Richtung.

Was verbinde ich mit diesem Begriff? Schiffe brauchen einen sicheren Hafen, in dem sie für eine Zeitlang anlegen. Um alte Ladungen und Lasten zu löschen, aufzutanken, sich frisch zu bevorraten, wenn nötig kleine Reparaturen durchzuführen. 

Dieser Hafen möchte ich für andere sein, sobald ich wieder die Stabilität dazu habe. 

Samstag, 10. Januar 2026

Nur noch zwei mal schlafen, dann wirds wärmer!

Der Tag begann mit *Trommelwirbel* richtig: Schneeschippen! Aber ab Montag sollte das ja dann hoffentlich vorbei sein.

Ich fühle mich derzeit ein bißchen sie eingesperrt, man kann zwar tagsüber fahren, aber wenn ich nicht muss lasse ich das lieber.

Eine offene Nachricht an Christian, dass ich dieses Jahr weiter mein Gesicht reduzieren möchte und deswegen erstmal nicht essen gehen möchte, aber gern etwas anderes mit ihm unternehme, wurde positiv aufgenommen. Seinem Vater geht es gerade gesundheitlich nicht gut (Grippe), Ich hoffe, der bekrabbelt sich bald.

Mit jedem Schritt, den ich hier voran komme, festigt sich in mir das Gefühl, dass ich für andere der sichere Hafen sein möchte. Das ist ein wirklich schönes Gefühl!

Erkenntnis des Tages: es ist noch zu früh für was Neues. Es bleibt dabei, erst das Cabriobunny, bis dahin ist das Herz auch wieder ohne Sorge, dass es wieder so abläuft und muss sich hoffentlich nicht mehr so schützen. Und ich brauche Zeit, mich mit dem Thema Co-Abhängigkeit auseinanderzusetzen. Nichts Unangenehmes sagen um keine Missstimung aufkommen zu lassen. Gebrochene Versprechungen nicht krumm nehmen. Stimmungen von himmelhochjauchzend bis miesepetrig als gegeben anzunehmen und sich diesen anzupassen. Ich mache das für Menschen, die ich sehr sehr mag. Aber es hat mich mein Strahlen und meine Stärke gekostet und das ist einfach kein Dauerzustand.

Freitag, 9. Januar 2026

Weitermachen (heute: Gedankenschnippsel)

Ist Wut gut, hilft sie beim Verarbeiten und Abschließen? Ich hoffe es. Ich versuche mich damit zu beruhigen, dass ich daran denke, wie frustriert ich war, wenn ich wieder mal hintenüber gekippt wurde weil alles andere wichtiger war, wie z.B. alle abgesagten Autokinobesuche.

Ansonsten: der Schornsteinfeger war da, alles in Ordnung. Mir ist ein ziemlicher Stein vom Herzen gefallen, das nimmt jede Menge Druck raus für die nächsten Monate.

Heute mal Regen statt Schnee, von mir aus kann es erstmal so bleiben. 

Lacher des Tages: der Nachbar ist ohne Hund zum Hundespaziergang gefahren. Das muss man auch erstmal schaffen.

Die schönen Stiefeletten sind leider zu eng. Ich hoffe auf ein "noch" zu eng.

Wenn ich am Ende des Jahres meine 10 Liegestützen schaffe, dann lädt mich Christian zum Essen ein. 

Der Tag heute war irgendwie nix halbes und nix ganzes. Ich war einkaufen, hab ein bißchen aufgeräumt und geputzt, hab online geflirtet (fürs Ego) und festgestellt dass es doch vielleicht noch ein bißchen zu früh ist dafür, jetzt noch Duschen und dann Feierabend.

Donnerstag, 8. Januar 2026

Nicht mein Tag heute

Ich bin sehr nah am Wasser gebaut und maulfaul. Begehe gerade eine (gsd kleine) Dummheit, in dem Versuch mich abzulenken. Ich sollte besser Tablet und Handy weglegen und weiter aufräumen. Ich sehe doch schon so manche Zielgerade!

Weiter geht's übrigens im Heizungskeller, denn kurz über lang steht der Schornsteinfeger auf der Matte. Ich hoffe, meine Heizung kommt auch diesmal durch, denn Wartung ist ja aus Gründen gerade nicht möglich.

Erkenntnis des Tages: ich habe heute ein Paket nach oben getragen. Und noch nicht mal geschnauft als ich oben war. Jedes Kilo weniger macht alles wirklich so viel leichter. Und immerhin 4500 Schritte heute, das ist gar nicht mal so wenig.



Mittwoch, 7. Januar 2026

Aufgeben ist nicht

Ja, Ich weiß, immer die gleiche Leier, aber es schneit schon wieder. Ich möchte das wirklich nicht mehr jetzt. Zu Weihnachten gerne, aber nicht mehr im neuen Jahr. Obwohl ich doch zugeben muss, dass ich insgeheim von einem Urlaub a la Last Christmas träume. Abwarten, vielleicht wird's ja doch noch mal was damit.



Die Präsentation umzuarbeiten ist abgehakt, das habe ich viel zu lange vor mir hergeschoben weil ich mich einfach nicht richtig konzentrieren konnte. Aber auch da gilt, dass ich mich durch solche Aufgaben in Zukunft zeitnah durcharbeite!

Den Brief zu schreiben hat mir gut getan, der Knoten in meinem Magen hat sich damit ziemlich aufgelöst. Gestern habe ich dann auch mal wieder gekocht, das erste Mal seit... kurz nach Weihnachten, es gab Schupfnudeln mit Zucchini. Jetzt muss ich nur zusehen, dass ich da nicht wieder ins andere Extrem umschlage, die Fresserei zu Weihnachten hat echt gereicht. Eine meiner nächsten Aufgaben wird sein, mich über vegetarische Diabetesernährung schlauzumachen. 

Auch heute Putzcontent: Bad und Küche weiter, außerdem Wäsche gemacht. Aber alles irgendwie unmotiviert, Ich hoffe, das wird morgen wieder anders sein.

Erkenntnis des Tages: mir tut es vom Einschlafen und Schlafen nicht wirklich gut, abends noch lang am Tablet oder Handy zu hängen. Ziel soll sein, abends rechtzeitig alles virtuelle ausmachen und wieder zum Buchlesen überzugehen.

Dienstag, 6. Januar 2026

Home alone

Dank Wetter bleibe ich auch heute daheim denke ich. Und damit das nicht zu langweilig wird, werde ich weiter die Fugen im Bad schrubben. Und endlich die Heizung abwaschen. Und die drölfzig Strohhalme spülen, die mir auf der Küchenarbeitsfläche im Weg liegen. Yeah, Hochspannung!

Dann habe ich noch meinen Modeschmuck von vor 20 Jahren wiedergefunden. Ich muss manches davon polieren, aber es passt erstaunlich viel, gerade Armbänder, die früher spack saßen, kann ich jetzt gut tragen. 

Und damit es auch im Heizungskeller weitergeht, habe ich heute schon mal das Vorratsregal mit den Kosmetika und Putzsachen aufgeräumt und sortiert. In Zukunft sollen davor dann Klopfer und Putzi ihren Platz finden. Im kleinen Regal daneben wird dann vorerst das Werkzeug untergebracht, so viel habe ich davon ja nicht.

Die Fitnessuhr habe ich geladen und mal wieder angezogen, aber noch komme ich nicht so recht klar, weil ich sie halt doch noch zu oft ausziehe. Um 16 Uhr komme ich gerade mal auf gute 1200 Schritte.

Metamorphose: Ich habe heute damit begonnen, einen dieser Briefe zu schreiben, die man meistens doch nicht abschickt. Ich brauche das, um für mich eine Richtung zu finden und nötigenfalls einen Schlusspunkt setzen zu können. Denn ich werde nicht das tote Pferd zu Tränke schleifen, das habe ich mir fest vorgenommen.

Montag, 5. Januar 2026

Noch kein Cabriobunny

 Sondern eher Soccermom ;)



Winterlicher Frühsport

Denn, tadaaa, heute stand schon um Acht Uhr in der Früh der Heizöllieferant auf der Matte. Aber so ist es wenigstens schon erledigt und die Tanks sind proppenvoll, das sollte für zwei Winter reichen. Trotzdem tat er mir ein bißchen leid, denn der Tankstutzen ist bei mir echt nicht so günstig gelegen und er muss quer durch den halben Garten mit dem Schlauch.

Danach habe ich ausgenutzt, dass es mal noch nicht geschneit hat und habe neben dem Einkauf noch eben mein Päckchen mit einem wunderhübschen schwarzen Kleid aus dem Paketshop abgeholt. Mir passen inzwischen die Sachen der Übergrößenlinie vom Kleiderschweden so richtig gut (auch die Hosen!), da greife ich doch gern zu, wennauch gebraucht.

Der Nachmittag war dann neben dem Umarbeiten einer Präsentation wieder mit viel Grübeln und ein wenig Aufräumen sowie einem Telefonat mit Katha wieder ruckzuck rum.

Mein vorsichtiges Ausloten einer Kontaktbörse zeigt mir, dass ich vielleicht doch erst mal am Cabriobunny arbeiten und dann statt online lieber die Augen beim Weggehen offenhalten sollte.

Ach ja: heute dann auch wirklich die nächste Fünferhürde genommen! Und: Bloggen tut mir gut zum Gedankensortieren, auch wenn ich manches erst mal nur als Entwurf schreibe.

Sonntag, 4. Januar 2026

Ich wäre bereit für Frühling,...

aber das dauert wohl noch etwas. Der Winter holt gerade richtig aus und über Nacht gab es nochmal einen ordentlichen Nachschlag an Schnee. Eigentlich das perfekte Wetter um lange zu schlafen, aber in mir ist weiterhin diese Unruhe. Ich möchte endlich Haken an mein Aufräumen und Putzen machen. Aber auch der Schnee muss geschippt werden und das ist ja auch irgendwie Fitnesstraining. Dennoch hat mir Christian gestern einen Floh ins Ohr gesetzt mit den Liegestützen. Ich weiß nicht, ob das meinen Ehrgeiz gepackt hat, aber am Ende des Jahres will ich zehn Liegestützen schaffen. Was es als Strafe bzw. Belohnung gibt, darf Christian entscheiden wenn er mag.

Ein weiterer Schritt ist, dass ich mein Profil auf einer Kontaktseite um ein Foto ergänzt habe. Ich weiß nicht, wie lange ich das drin lasse, ob es darüber neue Kontakte gibt, was überhaupt passiert. Ich weiß nur, dass ich bereit bin, (noch) glücklicher zu werden und zu glitzern und zu strahlen. Mein Bild, das ich von mir selbst im Kopf habe, war noch nie so deutlich wie gerade. Cabriobunny eben!

Ich tue mich immer noch schwer damit, Sachen, die ich benutzt habe, sofort wieder zu verräumen. Kann ich ja erledigen, wenn ich das nächste Mal da langkomme. Funktioniert aber nicht, die Sachen liegen mir dann einfach nur im Weg. Das gleiche gilt für zu erledigende Aufgaben/Beantwortung von etwas/unangenehme Dinge. Das nehme ich mir ganz fest vor: kein Prokrastinieren mehr wenn es irgendwie geht. Katha hat mich gefragt, warum ich nicht erstmal ein Zimmer fertig mache. Das versuche ich jetzt. Ich bin schon so weit im Bad, den Rest schaffe ich jetzt auch noch, bzw. die Fugen mache ich dann nach und nach fertig.

Heute habe ich mir eine App heruntergeladen, um mein Gewicht zu tracken. Ich weiß noch nicht so recht, welcher Wochentag mein Wiegetag wird, aber ich tendiere zu Freitag.

Ich habe gerade wieder so viele Buntstifte im Kopf. So viele Pläne. So viel Hoffnung, dass ich es diesmal tatsächlich schaffe.

Samstag, 3. Januar 2026

Die Schneeflöckchen rieseln weiter

Heute wird's wild, diverse Themen durcheinander und alle irgendwie nur angefangen.

Das nennt man dann wohl Winter. Alles weiß draußen, und die nächsten Schneeschauer lassen nie lange auf sich warten. Aber ich sehe das jetzt mal positiv, dann hindert mich nichts daran, hier meine Bude weiter auf Vordermann zu bringen. Schade nur, dass ich mich nicht traue, mit Bosse ins Feld zu fahren. Aber es gibt mir Zeit, mich mit Gartenplänen auseinanderzusetzen. Kinderhäuschen!

Was mir gerade aufgefallen ist: ich habe schon mehr als den halben Weg zum Ziel, nicht mehr Adipositas zu haben, geschafft. Laut BMI-Rechner sollte ich bei meiner Körpergröße unter 95 Kilo wiegen, um als 'nur' noch übergewichtig zu gelten, also muss ich noch 60 Kilo loswerden. Easy (man stelle sich hier bitte ein leicht  irres Lachen vor). Machbar wäre das wohl eher mit einer OP oder der Spritze, aber ich bin immer noch nicht wirklich bereit dazu. Und noch was dazu ist mir aufgefallen: statt zu fressen als gäbe kein Morgen verschlägt es mir inzwischen eher den Appetit. Also gerade Trennkost. Heute habe ich außer Sprudelwasser gerade mal 1.5 Brötchen gegessen und eine 0.3er Dose Spezi getrunken. Wenigstens waren Tomaten auf dem Brötchen, sonst hätte ich bald Skorbut.

Putzlieschen hat heute angefangen, im Bad die Fugen zu schrubben, dafür gibt's allerdings eine elektrische Hilfe/die Bürste. Dann ist noch der nächste Stapel gewaschene Wäsche in den Schränken verstaut und ein bißchen in der Küche ist auch geschafft.

Ein weiterer Haken an "ich gehe offen mit meinen Problemen um" habe ich heute gemacht, als ich mit Christian über meine Gewichtsprobleme gesprochen habe. Er ist jetzt nicht der begnadete Zuhörer, aber immerhin, ich habe es ausgesprochen. Das Cabriobunny ist weiter in den Umlauf gekommen, ich hoffe, das hilft mir dabei, es umzusetzen. Immer wieder darauf angesprochen zu werden, Nachfragen. Sanfter Druck. Erinnern. Was auch immer davon mich bei der Stange hält.


Freitag, 2. Januar 2026

Frau Holle schüttelt die Betten auf

Der frühe Wecker hat mich gleich mal senkrecht im Bett stehen lassen: der erste Blick nach draußen hat dichtes Schneetreiben offenbart. Gar nicht gut wenn man wie ich wohnt und ein Lieferung per LKW erwartet. Und dann kam auch schon bald der Anruf, dass die Lieferung verschoben wird. Sehr vernünftig! Denn hier im Ort gab es in der Früh einen üblen Unfall: ein Bus ist den Hang runtergefallen und auf dem Dach liegend von einem Imbiss gestoppt worden.

Aber einer hat definitiv Spaß am Schneetreiben:



Ansonsten ein langes Telefonat mit Katha, die weiterhin tapfer versucht, mein Selbstbewusstsein aufzumöbeln, denn obwohl ich weiß, dass ich kein schlechter Mensch bin, ist mir das gegenteilige Gefühl gerade etwas abhanden gekommen und ich suche für alles und jedes was schiefläuft, den Grund bei mir. Im Keller ist ein großer Salamander gestorben - meine Schuld, weil der Keller ist ja unordentlich und ähnliches. Dabei ist das Kerlchen von ganz alleine und unbemerkt dort hineingelangt.

Außerdem ist das Projekt Großputz Bad gestartet, also mit Fliesen abwaschen und allem Pipapo, das ist dringend nötig. Ich finde mein Bad immer noch wunderschön und dementsprechend werde ich jetzt endlich die letzten Haken und so anbringen, die hier schon liegen. Damit auch das endlich fertig ist. Ein bißchen im Heizungskeller habe ich auch noch aufgeräumt, jetzt nur noch Wäsche aufhängen, dann wars das für heute.

Heute leider keine Hunderunde, aber bei dem Wetter mochte ich nicht fahren, denn der Räumdienst war nicht hier. Die Müllabfuhr aber leider auch nicht, darauf warte ich dringend.

Nachher gibt's dann die erste Runde Skincare, also erst rollern, dann cremen. Danach gilt: durchhalten bis es Routine ist! Einfach, weil ich ich es mir wert bin.

Donnerstag, 1. Januar 2026

Happy new year?

Alles wieder auf Anfang, 365 unverbrauchte Tage, ich freu mich drauf - und ganz besonders auf das Erreichen von Zielen, bzw. das Umsetzen von Plänen.

Heute war ich im Eisregen mit Bosse im Feld, dank dicker Winterjacke war es auszuhalten, aber ich war dann doch froh, wieder am Auto zu sein. Trotzdem: ich habe nicht gekniffen und bin eine, wenn auch kleine, Runde gegangen.

Das Hauptthema des Tages ist der Heizungskeller, den ich mir jetzt endlich vorknöpfe, denn es steht eine Lieferung und die Heizungswartung an. Sagen wir es mal so: der Anfang ist gemacht und jetzt ziehe ich es auch endgültig durch. Ich fürchte nur, beim Trockner brauche ich Hilfe, das schaffe ich nicht alleine, den alten rauszuzerren und den neuen wieder genau in die Lücke zu bekommen.

Sehr gefreut habe ich mich gestern über den Anruf von Christian, denn im Hintergrund war Annett dabei. Ich hoffe so sehr, dass sich diese Freundschaft festigt.

Ebenso gefreut habe ich mich über die vielen Nachrichten zum Jahreswechsel. Ich mache wohl doch ein paar Dinge richtig im Leben. Ganz besonders schön die Nachricht von Katha, die gerade jetzt so sehr an meiner Seite ist, damit ich mein Selbstvertrauen nicht selbst zerstöre.

In mir drin ist derzeit eine totale Unruhe, mir geht alles nicht schnell genug und andererseits muss ich meine physischen Limits akzeptieren, das fällt mir überhaupt nicht leicht. Aber es bringt mich nicht schneller voran, wenn ich über meine Grenzen gehe.