Ich traue es mich fast nicht zu sagen, aber ich schaue doch wieder klammheimlich nach einem Audi 80 Cabrio. Meinen Suchauftrag bei einem Verkaufsportal habe ich nie gelöscht, allerdings die Mails dazu selten mal geöffnet. Und nun gucke ich doch hin und wieder rein, was so auf dem Markt ist, auch wenn ich eher zum Herbst als zum Frühjahr hin kaufen würde. Es ist trotzdem völlig bescheuert, denn schließlich habe ich zwei Cabrios in der Garage stehen, von denen zwar nur eins angemeldet und fahrtüchtig (wenn's mal so wäre) ist, aber der kleine fiese Habenwill-Zwerg ist halt sehr hartnäckig.
Wie immer der Hunderundenstatus, heute wieder Golfplatz, Richtung Meiersberg, gute zwei Kilometer in knapp 40 Minuten mit Schwätzchen:
Danach noch ein schneller Einkauf im Lidl in Gladbach und dann durchgefroren wieder nach Hause. Nasskalt, bäh.
Morgen Abend möchte ich mal wieder Fernsehn gucken. Also muss ich entweder das Gästebett überziehen oder ENDLICH den Receiver im Schlafzimmer installieren.
Heute kam das Zuckermessgerät an und mein Wert war astronomisch hoch, so hoch, dass ich mich nicht mal traue, den hier aufzuschreiben. Obwohl ich wirklich schon mit einem sehr hohen Wert gerechnet hatte, und trotzdem war er noch mal 1/3 höher als befürchtet, also ganz und gar nicht gut. Aber ich werde morgen dann erst mal nüchtern messen und nicht nach einem großen Glas Spezi und jeder Menge Brotchips, ehe ich mich total verrückt mache. Trotzdem - wie hoch waren wohl meine Werte in der Zeit, als ich vor lauter Durst nachts kaum geschlafen habe? Ich gebe mir jetzt erstmal noch bis zum Sommer und wenn dann keine deutliche Besserung erkennbar ist, heißt es ab zum Diabetologen. Ich hoffe ja immer noch, dass Abnahme + Bewegung + vernünftiges Essen den Status deutlich verbessern, aber langfristig sind solche Werte gleichbedeutend mit einem frühen Grab, und das möchte ich nun wirklich nicht, ich habe noch so viel vor! Was damit allerdings tatsächlich erst mal in weite Ferne rückt ist das Einlassen auf einen Lieblingsmenschen. Ich muss wirklich erstmal mich selbst so gut es geht auf den richtigen Weg bringen, denn so wird das nichts. Das alles macht mich so sauer auf mich selbst, warum habe ich mich nicht schon mit Mitte Zwanzig am Riemen gerissen, als ich das Ruder noch komplett rumreißen hätte können? Ich darf nicht darüber nachdenken, was ich mir alles verdorben habe, dann komme ich aus dem Heulen gar nicht mehr raus. ABER: Ich kann nur die Gegenwart beeinflussen, damit die Zukunft besser wird und die Fehler der Vergangenheit als Mahnung nehmen, es anders zu machen. Trotzdem eine echt bittere Erkenntnis, die mich die nächsten Tage noch sehr zum Nachdenken bringen wird.


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